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Bezirksvertretung

Grüne in der Bezirksvertretung 7 Porz/Poll

Ihre Bezirksvertreter

Tagesordnungen und Niederschriften

Bezirksvertretung am 27. März 2010

Die BV-Sitzung fand diesmal im Flughafengebäude statt.

Der Vertreter des Flughafens, Ulrich Stiller, nutzte die Gelegenheit, die Entwicklung und das ökologische Engagement des Flughafens in den höchsten Tönen zu loben, insbesondere die Naturschutzmaßnahmen in der Wahner Heide sowie den Schallschutz durch das Lärmschutzfenster-Programm, die Modernisierung der Flugzeugflotte und das neue Anflugverfahren CDA.

Bezirksvertreter Albert Liesegang setzte dem entgegen, dass es nirgendwo sonst in Europa in so dicht besiedelten Bereichen eine ähnliche Nachtflugbelastung gebe wie am Flughafen Köln/Bonn. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen deutlich, dass durch Fluglärm ernsthafte Gesundheitsschäden verursacht werden. Der Haupt-Geschäftsanteil des Flughafens gehe daher auf Kosten von vielen tausend Menschen. Er kritisierte, das der Beschluss des Landtags zur Beschränkung der nächtlichen Passagierflüge von der schwarz-gelben Landesregierung torpediert wird und Verkehrsminister Witt ohne Not die Nachtflug-Erlaubnis bis 2030 verlängert hat.

Da unser Fraktionsvorsitzender Dieter Redlin in der Sitzung aus wichtigen beruflichen Gründen nicht anwesend war, konnten wir diesmal leider nicht alle unsere Anträge durchsetzen. Unter anderem standen folgende Themen auf der Tagesordnung:

  • CDU und FDP verweigern mehr Lärmschutz: Zum Schutz der der Bürger vor Lärmbelästigung und zur Emissionsreduzierung haben wir beantragt, die Geschwindigkeit auf der A59 zwischen der Tankstelle Röttgen und der Abfahrt Spich von 120 km/h auf 100 km/h am Tag und 80 km/h in der Nacht zu senken. Weil die SPD nicht bereit war, die 80 km/h in der Nacht mitzutragen, haben wir den Antrag schließlich auf die Senkung auf 100 km/h eingeschränkt. Dennoch waren CDU und FDP ebenso wie die Rechten nicht bereit, die Reduzierung auch nur prüfen zu lassen. Daher fand der Antrag keine Mehrheit. Wir werden ihn später erneut einbringen.                                 Zum Antrag im Wortlaut
  • Atomtransportfreie Zone Porz: Die Pläne der Bundesregierung zur Rücknahme des Atomausstiegs und das unbeirrte Festhalten an der Planung der Atommüllentsorgung in Gorleben lassen eine Zunahme der Atommülltransporte auch über den Verschiebebahnhof Grembergoven und die Porzer Bahnstrecken erwarten. Mit unserem Antrag, den Stadtbezirk Porz zur Atomtransportfreien Zone zu erklären, wollten wir ein Zeichen setzen gegen das Festhalten an diesem antiquierten Energiekonzept. Für eine Mehrheit hat es bei 9:9 Stimmen auch hier diesmal nicht gereicht.                               Zum Antrag im Wortlaut
  • Parkraumbewirtschaftung August-Horch-Straße: Auf Initiative von Grünen und SPD wurde die Verwaltung beauftragt, zu prüfen, wie dem Problem der "mobilen Schrottsammler" im Bereich des Abfall-Centers der AWB begegnet werden kann. Neben Problemen der Verkehrssicherheit besteht hier eine permanente Umweltgefährdung, weil nicht brauchbarer Elektroschrott häufig in der Umgebung abgelagert wird.                        Zum Antrag im Wortlaut
  • Impuls Grüngürtel: Die Kölner Grün-Stiftung hat einen Entwurf vorgelegt für eine Konzeptionsentwicklung zur langfristigen Weiterentwicklung des Kölner Grüngürtels. Ein sehr begrüßenswerter Plan, den wir unbedingt unterstützen. Mit einem Ergänzungsantrag, den wir gemeinsam mit den Fraktionen SPD, CDU und FDP eingebracht haben, wurde die Verwaltung beauftragt, die Bürgerbeteiligung schon bei der Konzeption stärker zu verankern und die Vernetzung mit den Porzer Grünzügen zu verbessern (Westhovener Aue - Gremberger Wäldchen, Verbindung von Poll zum Gremberger Wäldchen, Grünzug Zündorf-Wahn und Grünzug Eil-Leidenhausen-Königsforst-Wahner Heide).           Zum Antrag im Wortlaut

Weitere Beschlüsse:

  • Ein Antrag auf Wiedereinführung der Linie 8 wurde einstimmig beschlossen
  • In der Helenenstraße und der Sophienstraße in Ensen-Westhoven sollen die Einbahnstraßen für Radfahrer auch in Gegenrichtung geöffnet werden
  • Die Verwaltung wurde aufgefordert, unverzüglich für die Aufstellung eines Küchencontainers an der Gemeinschaftsgrundschule Breitenbachstraße zu sorgen
  • Im Poll wird eine neue Tempo-30-Zone eingerichtet im Bereich zwischen Siegburgerstraße, Allerseelenstraße, Rolshover Kirchweg und An den Maien.
  • Im Rahmen des Sanierungsprogramms 2010 werden Radwege an der Bergerstraße und der Humboldtstraße saniert. Gefordert wurde außerdem die Aufnahme der Heidestraße in das Programm. Aus dem Sanierungsprogramm 2009 stehen außerdem noch die Sanierungen der Radwege am Grengeler Mauspfad, an der Kölner Straße und an der Steinstraße aus. 

Konstituierende Sitzung der Bezirksvertretung

Thomas Ehses zum stellvertretenden Bezirksbürgermeister gewählt


Neue Verhältnisse in der Bezirksvertretung Porz: In der konstituierenden Sitzung am 10. November 2009 wählte die Bezirksvertretung ihre neue Spitze. SPD und GRÜNE stellten auf einer gemeinsamen Liste Willi Stadoll und Thomas Ehses zur Wahl. CDU und FDP traten mit Hartmut Achten und Sylvia Laufenberg an.  Bei der Abstimmung erhielt die rot-grüne Liste 10 Stimmen, die schwarz-gelbe 8 Stimmen (bei insgesamt 19 Sitzen). 

Gewählt ist damit Willi Stadoll als Bezirksbürgermeister, Hartmut Achten als 1. Stellvertreter und Thomas Ehses als 2. Stellverteter.

Damit stellen die GRÜNEN erstmals in der Bezirksvertretung Porz einen stellvertretenden Bezirksbürgermeister. 

Fraktionsvorsitzender ist weiterhin Dieter Redlin.

Zu Beginn der Sitzung gedachte die Bezirkvertretung der verstorbenen Helga Perseke, die ursprünglich für das Amt der stellvertretenden Bezirksbürgermeisterin nominiert war.

Für Helga Perseke rückte Albert Liesegang auf den dritten, bei der Kommunalwahl neu hinzugewonnenen Sitz nach.

 

 

 

Entwicklungskonzept Porz Mitte

Nach jahrelanger Vorarbeit hatte die Verwaltung im Frühjahr das Entwicklungskonzept Porz Mitte im Entwurf vorgelegt.

Das Entwicklungskonzept ist ein Rahmen für die städtischen Planungen. Es verfolgt das Ziel, die Porzer Innenstadt attraktiver für Wohnen, Einkaufen und Leben zu machen.

Eine Arbeitsgruppe aus GRÜNEN, SPD, CDU und FDP hat ein Papier als Beschlussvorlage entwickelt, in dem alle Punkte, über die Konsens besteht, zusammengestellt und gemeinsam beschlossen wurden. An einzelnen kontroversen Punkten wurden die Alternativen gegeneinander abgestimmt.

Für Bündnis 90 / DIE GRÜNEN stand bei der Beratung im Mittelpunkt, die Voraussetzungen für eine lebendige Innenstadt zu schaffen. Wir wollen eine Innenstadt zum Einkaufen, Wohnen, Spielen und Erholen. Dabei setzen wir nicht einseitig auf Kommerz. Porz braucht attraktive öffentliche Räume mit mehr architektonischer Qualität und lebenswerten Flächen für die ganze Bevölkerung - eine Stadt zum Wohlfühlen!

Kontrovers wurde die künftige Gestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes diskutiert. Lange waren die Fronten verhärtet zwischen den Positionen von CDU und FDP auf der einen Seite, die eine großflächige Bebauung befürwortet haben und der SPD, die nur eine Randbebauung wollten. Als GRÜNE haben wir uns erfolgreich dafür eingesetzt, sowohl die Erhaltung einer ausreichenden Platzfläche als auch die Nutzung für Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistungen und Wohnen zu ermöglichen. Der schließlich von SPD und Grünen eingebrachte Beschluss der BV stellt sicher, dass
1. ein attraktiver städtischer Platz mit Aufenthaltsqualität entsteht
2. eine Bebauung zur Verbesserung des Geschäftsangebots in Porz ermöglicht wird und
3. die Verbindung von der City zum Rheinufer über die Bahnhofstraße und die Brücke zum Bezirksrathaus attraktiver und offener gestaltet wird.

Die Gestaltung im Einzelnen soll durch einen Wettbewerb entwickelt werden. Die Größe und Form der Bebauung wurde dabei bewusst offen gehalten, um in einem Kreativitätswettbewerb zu guten städtebaulichen Gestaltungsvorschlägen zu kommen.

Neubau Kopernikusschule als Passivhaus

23.6.2009

Die Hauptschule an der Bonner Straße 40 in Wahn braucht einen Neubau. Die Sanierung der bestehenden Gebäude war von der Stadtverwaltung aufgrund schlechter Bausubstanz und ungünstiger Flächenverteilung als ungünstigere Variante bewertet worden. Der Neubau bietet die Chance, einen optimal auf den heutigen Schulbedarf zugeschnittes Schulgebäude zu errichten.

Auf Antrag von Bündnis 90 / Die Grünen in der Bezirksvertretung wird die Schule als Passivhaus errichtet. Der Rat hat diesem Beschluss in seiner Sitzung am 30.6.2009 einstimmig zugestimmt. Damit haben wir - nach dem schon errichteten Neubau der Grundschule Irisweg - in Porz schon das zweite Schulgebäude im Passivhausstandard durchgesetzt.

Passivhäuser sind so gut gedämmt, dass sie auf eine konventionelle Heizungsanlage verzichten können. Sie sind daher der optimale Beitrag zum Klimaschutz und entlasten die Stadt dauerhaft von steigenden Energiekosten.

Unser Ziel ist es, den Passivhausstandard künftig zum allgemeinen Standard bei städtischen Neubauten zu machen.