05.12. 16:00 Rundgang durch Chorweiler-Mitte und dem anschließenden Gespräch zu den Zwangsversteigerungen in Chorweiler


Sehr geehrte Damen und Herren,

für ca. 3000 Menschen in Chorweiler drängt die Zeit.

Für den 18. Januar 2013 ist die Zwangsversteigerung von ca. 1200 Wohnungen im Zentrum des Stadtviertels angesetzt. Bereits seit 2005 befinden sich die Wohnungen in Zwangsverwaltung und nun droht die Übernahme durch einen
international tätigen Finanzinvestor ohne Interesse an nachhaltiger Wohnungswirtschaft.
Befürchtet wird, dass dessen Ziel nur darin besteht, maximalen Gewinn aus den Wohnungen zu ziehen, ohne die Wohnsituation in den sanierungsbedürftigen Häusern zu verbessern. Zu erwarten ist dann
eine weitere Verschlechterung der Wohnsituation in Chorweiler-Mitte und damit einhergehend ein schleichender Verfall des Wohnstandortes Chorweiler.
Unter sozialen, wirtschaftlichen, wohnungspolitischen und städtebaulichen Aspekten halten wir es nicht für sinnvoll, große Teile des Stadtviertels Chorweilers dem Niedergang preiszugeben.
Daher fordern wir, noch einmal rechtzeitig vor der angekündigten Zwangsversteigerung zu prüfen, inwiefern ein mögliches Bieterkonsortium aus verantwortungsbewussten und solventen Wohnungsunternehmen aus der Region gebildet und durch Stadt, Land und Bund (Stadtumbauprojekt
West) unterstützt werden kann, damit dieses die 1200 Wohnungen übernehmen kann, mit dem Ziel eine tragfähige, wirtschaftlich sinnvolle und sozial ausgewogene sowie nachhaltige Strategie zur Verbesserung der Wohnungssituation in Chorweiler zu entwickeln.

Insbesondere das Land sei hier noch einmal an seine besondere Verantwortung erinnert, da die LEG 1989 die 1200 Wohnungen aus dem Landeseigentum an ein privates Wohnungsunternehmen übereignet hat.

Neben dem möglichen Erwerb des Wohnungsbestandes, der auch eine Voraussetzung für einen möglichen Stadtumbau ist, müssen jedoch bereits jetzt alle Auflagen durch Bau-, Wohnungs-, Gesundheitsaufsicht konkretisiert und umgesetzt werden. Ansätze hierzu bietet zudem die am 30.6.2011 in der Bezirksvertretung und am 14.7.2011 im Rat beschlossene Voruntersuchung zu einem Sanierungskonzept für Chorweiler-Mitte.

Auch sollten die MieterInnen in ihrer rechtlichen Vertretung durch die Stadt gestärkt werden. Denkbar wäre hier das „Finkenberger Modell“.
Chorweiler bietet grundsätzlich durch seine gute Infrastruktur bei Kinderbetreuung, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, sozialen Netzwerken, öffentlichen Verkehrsmitteln, Naherholungs- und Freizeitmöglichkeiten ein großes Potenzial, das derzeit städtebaulich noch nicht vollständig
ausgeschöpft wird.

Um sich über dieses Potenzial zu informieren und um über mögliche Handlungsoptionen auch mit Betroffenen zu diskutieren, besucht die GRÜNE Bundestagsabgeordnete Bettina Herlitzius auf Einladung der GRÜNEN KÖLN-NORD und der GRÜNEN Bezirksvertretungs-Fraktion am 5.12.2012 Chorweiler.
Zu dem Rundgang durch Chorweiler-Mitte und dem anschließenden Gespräch laden wir Sie sehr herzlich ein. Ort und Zeit: 16 Uhr am Mittwoch, dem 05.12.2012 auf dem Pariser Platz vor dem Bezirksrathaus(Rundgang), ca. 17 Uhr Gespräch in den Bürgersälen 1 und 2
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Harald Junge
Vorsitzender Ortsverband Köln-Chorweiler Bündnis 90/ Die Grünen
Wolfgang Kleinjans
Fraktionsvorsitzender

Grüne Köln Bezirksvertretung Chorweiler


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Bündnis 90/Die Grünen
Köln-Chorweiler
Pariser Platz 1 50765 Köln

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