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Grüne Jugend
Was wir von den Grünen in Rat und Partei wahrnehmen

- Die Grüne Jugend hatte sich für den Erhalt der 400 Wohnungen im Kölner Barmer Viertel eingesetzt.
Aktuelles von der stacheligen Jugend
dEin Jahr ist es nun her, dass die Grüne Jugend Köln (GJK) sich bis zum bitteren Ende für den Erhalt von knapp 400 Wohnungen eingesetzt hat. Der „Koelnmesse Masterplan 2006“ liegt brach, das ehemalige Barmer Viertel wurde in einen Parkplatz eingestampft. Bis auf ein kleines Häuschen, aus dem sich der Besitzer eines Lokals bis zum Auslaufen seines Pachtvertrages bis 2009 nicht vertreiben lässt, trotz beim Abriss entstandener Schäden an seiner Wohnung.
Viele Mitglieder der Grünen und der Grünen Jugend Köln erinnern sich wahrscheinlich noch an die Mitgliederversammlung im März 2006, in der das Thema „Barmer Block“ eine Debatte zwischen der Grünen Jugend Köln und der Ratsfraktion der Grünen auslöste, aber auch innerhalb der grünen Kölner Basis für Wirbel sorgte. Dieses Ereignis markierte einen Einschnitt im Verhältnis zwischen der Grünen Jugend und ihrer Mutterpartei bzw. der Fraktion. Einerseits, da seit einer längeren Zeit des nur sehr geringen Kontakts eine direkte Kommunikation zwischen Jugend und Partei in Gang gesetzt wurde, andererseits da deutlich wurde, wie stark deren Positionen aufeinanderprallen können. Die Grüne Jugend mischte sich in die Kommunalpolitik ihrer Mutterpartei ein und wurde von der Basis sehr positiv wahrgenommen, was der Mitgliederbeschluss gegen den Abriss der Barmer Siedlung zeigte.
Wie nehmen wir als Grüne Jugend Köln die Grünen im Rat und in der Partei wahr? Dies wurden wir für diese „Mach et“ Ausgabe gefragt.
Grundsätzlich legen wir viel Wert darauf, gemeinsame politische Ziele mit den Grünen zu verwirklichen und gegenseitige Unterstützung zu leisten, aber auch uns zu distanzieren und Stacheln zu zeigen wenn es nötig ist. Seit dieser Mitgliederversammlung im April 2006 hat sich zwischen der Grünen Jugend und dem Rat wenig bewegt. Austausch auf inhaltlicher Ebene und zu kommunalpolitischen Themen hat kaum, wenn nicht von der Grünen Jugend Köln angefragt, stattgefunden. So haben wir uns Anfang dieses Jahres näher mit dem Ausbau des Steinkohlekraftwerkes in Köln-Niehl beschäftigt, dem wir kritisch gegenüberstehen. Dazu bekamen wir den entsprechenden „Input“ von Gert Brust aus der Ratsfraktion. Die Nähe zum Kreisvorstand ist hierbei für uns sichtbarer und spürbarer, da zwei junge Frauen aus den Reihen der Grünen Jugend ihn bereichern.
Erfreut sind wir darüber, im April gemeinsam mit den Chorweiler Grünen eine Aktion für ein tolerantes Köln und gegen die rechtsextreme Partei „Pro Köln“ auf die Beine zu stellen. Im Rahmen des Bündnis gegen Rechts (GJK, Jusos, Solid) und im Ring der politischen Jugend sind wir mit „Gegen-rechts-Kampagnen“ seit einiger Zeit sehr aktiv, die Kölner Jugend mehr als die demokratische Parteien, so scheint es. Des Weiteren waren wir aktiv am 8. März zum Weltfrauentag und am 15. zum Kyoto-Protokoll.
Abschließend möchten wir die Frage gerne zurückgeben. Wie seht ihr als Grüne eure Jugendorganisation? Sind wir kompetente Ansprechpartner (z. B. in Fragen zu Kinder, Jugend, Bildung) oder „spielen“ wir nur Politik? Sind wir im Wahlkampf die besten Freunde der Plakatkleber und belegen ansonsten nur euren Raum? Antworten an: kontakt@gruene-jugend-koeln.de
Nun sind wir auf euch gespannt!
Eure Grüne Jugend

