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Programm-2009-Gesundheit

Kommunalwahlprogramm der Kölner Grünen 2009-2014: Gesundheit

Gesundheit

Kommunale Gesundheitspolitik hat neben ordnungsrechtlichen Funktionen die Aufgabe, die kommunalen Gesundheitsakteure zu vernetzen, die Prävention zu fördern und eine gesundheitliche Versorgung für diejenigen sicherzustellen, die durch die Lücken der Regelversorgungssysteme fallen.

Die Kliniken der Stadt Köln

Die städtischen Kliniken sind wichtiger Bestandteil der Kölner Krankenhausversorgung. Sie sollen unter Einfluss der Kommune bleiben, patientenfreundlich ausgestattet werden und akzeptable Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten bieten.

Gemeindenahe psychiatrische Versorgung

Köln hat mit den Sozialpsychiatrischen Zentren vorbildliche Ansätze für eine sozialpsychiatrische Versorgung geschaffen. Bisher fehlen ambulante Angebote für Kinder und Jugendliche.

 

Kinder- und Jugendgesundheit

Bei Themen wie Jugendkriminalität, Sucht und Jugendarbeitslosigkeit werden das Ausmaß und die Folgen frühkindlicher Gesundheits- und Entwicklungsstörungen unterschätzt. Mit dem Kinder- und Jugendärztlichen Dienst des Gesundheitsamtes können diese Störungen frühzeitig erkannt und ihnen begegnet werden.

 

Gesundheit für Migrantinnen und Migranten

Das Gesundheitszentrum für Migrantinnen und Migranten soll eine tragende Rolle in der interkulturellen Öffnung des Gesundheitsversorgungssystems spielen.

Frauen und Gesundheit

Aus den gesundheitlichen Auswirkungen von Gewalt gegen Frauen und Kinder resultieren insbesondere die Notwendigkeit einer umfassenderen Beratung und psychosozialen Betreuung. Die Kosten von Verhütungsmitteln für SGB II-Empfängerinnen soll die Kommune übernehmen.

Medizinische Versorgung für Wohnungslose und Nichtversicherte

Köln spielt eine Vorreiterrolle bei der Versorgung von Wohnungslosen durch den Mobilen Medizinischen Dienst. Gleichzeitig können hier auch Menschen ohne Versicherungsschutz oder ohne Papiere versorgt werden. Dies muss gesichert werden.

HIV/Aids

Mit dem Kölner Modell ist ein anerkannt gutes Vorbeuge-, Beratungs- und Betreuungssystem etabliert worden. Trotzdem werden manche Zielgruppen nicht umfassend erreicht. Daher wollen wir GRÜNEN die Präventionsarbeit stärken.

 

Drogen/Sucht

In der Drogen- und Suchtpolitik muss es Hilfen auf jeder Stufe geben, damit alle Hilfebedürftigen erreicht werden. Dies gilt für legale wie für illegale Drogen. Die „Heroinvergabe“ soll fortgesetzt werden.


Vorhaben für die nächsten fünf Jahre GRÜNER Gesundheitspolitik

  • Beratung und Betreuung junger Eltern erweitern

  • Einrichtung von Präventionsprogrammen an Kindergärten und Schulen, die auch die Eltern einbeziehen: Die Programme decken Bewegung, Ernährung und psychische Gesundheit ab.

  • Vernetzung zwischen Gesundheits- und Frühwarnsystemen der Jugendhilfe ausbauen

  • Verstärkte Aufklärung und Prävention durch Gesundheitstage, Bewegungsprogramme oder die Vernetzung mit verschiedenen Netzwerken und Selbsthilfegruppen


Erfolge GRÜNER Gesundheitspolitik

  • Beispielhafte gesundheitliche Versorgung Wohnungsloser

  • Ausbau des Hilfesystems für Alkoholsüchtige durch die Errichtung zweier rechtsrheinischer Alkoholberatungsstellen

  • Ausbau eines Gesamthilfesystems für Drogenabhängige mit akzeptierenden niederschwelligen Ansätzen bis hin zur Ausstiegshilfe