Bewerbung von Katharina Dröge

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Liebe Kölner Grüne,

Fünf Wahlkämpfe mit beeindruckenden Ergebnissen liegen hinter uns. Bei fast jeder Wahl haben wir ein Rekordergebnis erzielt. Nun haben wir in Köln eine rot-grüne Regierungskoalition, einen rot-grünen Oberbürgermeister, und Wahlergebnisse, die sich bei gut 20 Prozent einzupendeln scheinen.
Das zeigt viel Vertrauen in unsere Arbeit. Es ist vor allen Dingen aber auch ein großer Auftrag für die nächsten Jahre. Wir haben jetzt die Chance, unsere Ideen durchzusetzen, wir haben aber genau jetzt auch die Verantwortung, dies zu tun. Wir haben versprochen, die Stadt „grüner“ zu machen - ökologischer, klimafreundlicher und lebenswerter. Das ist zum einen eine Aufgabe der Stadtentwicklungspolitik, die mehr Grünanlagen schaffen muss, weniger Autoverkehr in der Stadt, mehr ÖPNV und mehr Möglichkeiten für den Fahrradverkehr. Das ist zum anderen eine Aufgabe der Energie– und Wirtschaftspolitik – etwa durch die Förderung von Solarzellen auf Häuserdächern, von Wärmedämmung bei Häusern und von Energieberatung für Haushalte und Firmen. Wir haben im letzten Jahr an einem Koalitionsvertrag gearbeitet, der meiner Meinung nach schon viele wichtige Schritte festgeschrieben hat. Wir wollen die CO2-Emissionen in dieser Stadt alle fünf Jahre um zehn Prozent senken. Hierzu haben wir eine ganze Reihe konkreter Projekte im Koalitionsvertrag festgeschrieben. Neben der Arbeit an diesen wichtigen Punkten ist es aber gerade die Aufgabe der grünen Partei, in diesem Bereich weiter zu denken und Visionen für ein „Grünes Köln 2020“ zu entwickeln.


Ich bewerbe mich bei euch zum zweiten Mal als Kreisvorsitzende, weil ich gemeinsam mit euch und gemeinsam mit dem neu gewählten Kreisvorstand daran arbeiten möchte, grüne Politik für morgen und übermorgen zu entwickeln. Mir hat die Arbeit im Kreisvorstand im letzten Jahr sehr viel Spaß gemacht und ich habe große Lust auf zwei weitere Jahre.
Bei unseren zukünftigen Konzepten wird es in den nächsten Jahren immer darauf ankommen, die schwierige Haushaltslage der Stadt zu berücksichtigen. Deshalb muss es uns gelingen zu zeigen, dass Investitionen in den Klimaschutz nicht nur kostenneutral sein können, sondern langfristig eine positive Bilanz aufweisen.
Das gleiche gilt für den Bereich der Sozial-, Kinder- und Jugendpolitik: Hier müssen wir zeigen, dass wir eine Politik machen, die sich eben nicht hinter den Sparvorschlägen der Verwaltung versteckt, die Kürzungen „mit dem Rasenmäher“ verantwortet, sondern dass wir aktiv Verantwortung übernehmen und politische Prioritäten und Schwerpunkte setzen.
Wichtig ist für mich, dass wir Politik im Dialog machen, dass wir in der Partei und mit der Gesellschaft dieser Stadt Diskussionen über all diese Themen führen. Wir wollen keine Politik im „luftleeren Raum“, wir wollen eine Politik, die aus der Diskussion entsteht und sich so weiterentwickelt. Wir haben in den letzten Monaten eine Reihe von Veranstaltungen organisiert, beispielsweise zu Themen wie „Neubau oder Sanierung des Kölner Schauspiels?“ und „Kinder- und Jugendpolitik in Zeiten knapper Kassen“. Zwei weitere Veranstaltungen zu den Themen „Kölns Weg aus der Schuldenkrise“ und „Kulturpolitik in Zeiten knapper Kassen“ sind bereits geplant. Ich würde diesen Ansatz gerne fortsetzen.

Neben der inhaltlichen Arbeit finde ich es für die nächsten zwei Jahre sehr wichtig, an der Struktur der Partei zu arbeiten. Die grandiosen Wahlergebnisse haben dazu geführt, dass wir sowohl im Rat als auch in den Bezirksvertretungen nun mit mehr Personen vertreten sind. Das hat jedoch auch zur Folge, dass viele Ortsverbände kaum noch genügend ehrenamtliche Unterstützung für ihre wichtige Arbeit finden. Auch wenn wir aufgrund der Wahlergebnisse mittlerweile mit CDU und SPD fast gleichgezogen sind, haben sich unsere Strukturen nicht so schnell anpassen können. Mit 880 Mitgliedern sind wir immer noch eine kleinere Partei. Unser politischer Anspruch und der der WählerInnen an uns muss in Einklang gebracht werden mit den Möglichkeiten, die wir real haben. Die Personalentwicklungskommission leistet hier schon wichtige Arbeit. Im Kreisvorstand haben wir uns überlegt, im Herbst einen Workshop zu organisieren, um im Dialog mit euch die Strukturen und Gremien dieser Partei weiterzuentwickeln. Ich bewerbe mich auch deshalb bei euch, weil ich genau an diesem Thema arbeiten möchte.

Nicht zu guter Letzt ist es sehr wichtig, dass unsere guten Ideen und Konzepte die Menschen auch erreichen. Deshalb ist die Öffentlichkeitsarbeit ein weiterer wichtiger Punkt, an dem ich in den nächsten zwei Jahren gerne arbeiten würde.

Seit letztem Jahr ist es uns gelungen, unsere Pressearbeit zu professionalisieren, außerdem sind die Kölner Grünen jetzt bei Facebook und Twitter aktiv und haben einen grünen Youtube-Channel. Im Wahlkampf war der Online-Wahlkampf ein wichtiger Schwerpunkt für uns. Doch gerade bei unserer Homepage – dem Aushängeschild des Kreisverbandes und der ersten Informationsquelle für die meisten Interessierten - können wir meiner Meinung nach noch besser werden. Ich würde gerne etwas dazu beitragen, dass dies gelingt.

Ich hätte Spaß daran, all diese Projekte in den nächsten zwei Jahren gemeinsam mit Euch umzusetzen und hoffe mit meinen Ideen bei Euch Unterstützung zu finden.

Eure Katharina

Über mich: Katharina Dröge, 25 Jahre, studiere Volkswirtschaftslehre an der Kölner Uni, bin seit 2000 Mitglied der Grünen, bin seit 2007 Mitglied im Kölner Kreisvorstand, war von 2002-2006 Landesvorsitzende der Grünen Jugend NRW, bin Schatzmeisterin im Bezirksvorstand der Grünen Mittelrhein, war Mitglied in der wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischen Kommission der Grünen NRW und Mitglied der Arbeitsgruppe Haushaltspolitik der Grünen N