Kommunalwahlprogramm der Kölner Grünen 2009-2014: FrauenFrauen

Frauen nach vorn – bei den Kölner Grünen ist das kein leeres Versprechen, sondern Programm. Als einzige Partei im Kölner Rat haben wir eine frauenpolitische Sprecherin, Frauen stellen bei uns 50% der MandatsträgerInnen. Wir fordern die Stadt Köln auf, die Kommunalstelle ‚Frauen und Wirtschaft’ wieder einzurichten und die Zusammenarbeit mit Unternehmen, die eine vorbildliche Frauenförderung praktizieren zu verstärken. Die Aufsichtsräte der städtischen Gesellschaften und Betriebe sollen zukünftig zu 50% mit Frauen besetzt werden. In den stadteigenen Unternehmen fordern wir eine paritätische Stellenbesetzung auf Leitungsebene.Wir setzten uns für die erfolgreich Arbeit von Frauenprojekten ein, die zum Ziel haben Zugangsbarrieren von Frauen vor allem von Migrantinnen in den Arbeitsmarkt abzubauen und den Einstieg zu erleichtern.

Frauen und Kultur

Frauenkulturprojekte tragen zu den vielfältigen kulturellen Angeboten Kölns entscheidend bei. Wir fordern die Stadt Köln auf, sich stärker für Frauenkulturprojekte zu engagieren und Künstlerinnen mehr zu unterstützen. Wir wollen eine Stärkung der Wahrnehmung kulturellen Angebote von Frauen.

Geschlechtersensible Informationspolitik

Wir fordern die Ämter wie z.B. das Gesundheitsamt, das Jugendamt oder das Wirtschaftsamt auf, Frauen mit geschlechtsspezifischen Informationen anzusprechen. Für den Ausbau von Frauen- und Mädchenberatungsangebotes setzen wir uns ein. Zugangshemmnisse von Migrantinnen ins Gesundheitssystem müssen durch ein spezielles Beratungs- und Aufklärungsangebot gesenkt werden.

Schutz vor Gewalt

Betroffene von häuslicher Gewalt brauchen einen besonderen Schutz und Hilfsangebote. Wir unterstützen die erfolgreiche Arbeit des Bündnisses autonomer Frauenprojekte gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Wir sprechen uns für den Ausbau der Interventionsstellen gegen Gewalt aus.

Gleichstellung von Frauen

Frauen sind immer noch in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens benachteiligt. Deshalb fordern wir die Gleichstellung von Frauen auf allen Bereichen kommunalen Handels. Von der Stadt Köln verlangen wir, dass der Frauenförderplan konkrete Zielvorgaben enthält und zügig umgesetzt wird.

Grünes Ziel ist ein geschlechtergerechter Haushalt. Der kommunale Haushalt soll deshalb nach Abschätzung der geschlechtsspezifischen Nutzen und Auswirkungen vergeben werden. Frauen und Männer nutzen den öffentlichen Raum unterschiedlich. Diesem Unterschied muss in der Planung, der Mittelvergabe und Umsetzung Rechnung getragen werden.

Vorhaben für die nächsten fünf Jahre GRÜNER Frauenpolitik:

  • Förderung von Maßnahmen zur Gleichstellung von Frauen in der Arbeitswelt

  • Wiedereinrichtung der Kommunalstelle ‚Frauen und Wirtschaft’

  • Unterstützung von Frauenkulturprojekten und Künstlerinnen

  • Erhalt und Ausbau von geschlechtersensiblen Beratungsstellen, Frauenhäusern sowie Frauen- und Mädchenprojekten

  • Erhalt und Ausbau der Hilfs- und Beratungsangebote für die in Köln von Frauenhandel und Zwangsprostitution Betroffenen. Anlaufstellen sind mit interkultureller Kompetenz auszustatten.

  • Konkretisierung und zügige Umsetzung des Frauenförderplans

  • Geschlechtergerechte Haushaltspolitik bei der Vergabe von öffentlichen Geldern.

  • Geschlechtersensible Gestaltung der neuen Stadtbahnhaltestellen

Erfolge GRÜNER Frauenpolitik:

Finanzierung der Interventionsstellen gegen Gewalt

Finanzierung der autonomen Frauenprojekte in den Bereichen Gesundheit, Migration, Arbeitsmarkt und Lebensberatung

Schaffung eines Sonderprogramms für Migrantinnen