Kommunalwahlprogramm der Kölner Grünen: Energie und Klimaschutz

Energie und Klimaschutz

Um die weitere Erwärmung der Erde soweit abzubremsen, dass die Folgen noch beherrschbar bleiben, müssen die weltweiten CO2-Emissionen bis 2050 halbiert und der CO2-Ausstoß der Industrieländer um 80-90 % (gegenüber Stand 1990) gesenkt werden. Das heißt, einE ErdenbewohnerIn darf pro Jahr nicht mehr als zwei Tonnen CO2 emittieren. JedeR KölnerIn kommt heute auf gut zehn Jahrestonnen.

Einsparung. Effizienz. Erneuerbare Energien.

Der notwendige Klimaschutz muss vor Ort beginnen. Die Verwaltung wurde dazu auf grüne Initiative mit der Erarbeitung eines Klimaschutzprogramms beauftragt. Es soll alle BürgerInnen, die Verwaltung sowie die Wirtschaft einbeziehen.

Die beste Energie ist die, die nicht verbraucht wird. Vorrang haben alle Maßnahmen, welche den Verbrauch reduzieren, beispielsweise Wärmedämmung.

Bei der dann noch benötigten Energie kommt es auf eine hocheffiziente Erzeugung an, wie z. B. bei der gekoppelten Erzeugung von Fernwärme und Strom in dem neuen Heizkraftwerk in Niehl. Und drittens muss ein immer größerer Anteil des Kölner Energiebedarfs aus  erneuerbaren Quellen kommen.

Erfolge GRÜNER Energie- und Klimapolitik

  • Einstieg in eine ökologischere Unternehmenspolitik der GAG

    Verhinderung eines neuen Kohlekraftwerkes in Köln

  • Kommunale Neubauten sowie Gebäude auf von der Stadt erworbenem Boden dürfen nur noch in Niedrigenergiestandard (KfW40) gebaut werden.

  • Die Stadt Köln bezieht Strom, der zu mehr als der Hälfte aus erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme-Kopplung stammt.

  • Dächer öffentlicher Gebäude müssen zum Bau von Solaranlagen zur Verfügung gestellt werden.


Vorhaben für die nächsten fünf Jahre GRÜNER Energie- und Klimapolitik

  • Verfolgung der Ziele des „Klimabündnis europäischer Städte“ (Senkung des CO2 – Ausstoßes um 10% alle 5 Jahre)
    Beschleunigte Sanierung der stadteigenen Gebäude. Einführung des  Passivhausstandard für städtische Neubauten
    Senkung des Energieverbrauchs bei Gewerbe und Industrie durch das Projekt „Ökoprofit“ (Energiesparberatung für Betriebe).
    Einführung von Stromspartarifen, bei denen geringer Stromverbrauch belohnt wird.
    Zielgruppenspezifische Energieberatung in Kooperation mit Wohnungsgesellschaften und sozialen Hilfediensten
    Pädagogische Konzepte zum Energiesparen an Schulen und Kindergärten

    Deutlicher Ausbau der Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen (z.B. Wind , Solarenergie, Biogas etc.
    verbindliche Energiestandards in Bebauungsplänen und städtebaulichen Verträgen

    Überall, wo die zulässigen Messwerte überschritten werden, setzen wir uns für ein umfassendes LKW-Fahrverbot ein. Verkehrslenkende Maßnahmen müssen bereits auf dem Autobahnring einsetzen
    Wir GRÜNEN fordern weitere Messstationen auf stark befahrenen Ausfallstraßen