Kommunalwahlprogramm der Kölner Grünen 2009-1014: Ökologisches und nachhaltiges Köln

Ökologisches und nachhaltiges Köln

Wir wollen saubere Luft, ein gutes Stadtklima und weniger Lärm für die Menschen, die in Köln leben und arbeiten, und zwar in allen Stadtbezirken. Eine ökologische Stadt bietet ihren Menschen ausreichende Erholungsmöglichkeiten in attraktiven öffentlichen Grünanlagen und an den Rheinufern.

Grün und Naherholung

Der verdichtete Stadtraum benötigt Naherholungsbereiche und grün vernetzte Räume zum Durchatmen. Vitale Bäume an Straßen und Plätzen, Parks, Spielplätze, Grünflächen zur Erholung, Naturbelassene Landschaft und Wasserflächen tragen zum besseren Klima und zum Wohlfühlen in der Stadt bei.

Dem Grün gilt auch deshalb besonderer Schutz und Pflege, weil es ständig unter dem Druck wirtschaftlicher Interessen steht und von Verwertung bedroht ist. Die Bebauung von innerstädtischen Grünanlagen wie Parks lehnen wir grundsätzlich ab.

Grün und Naherholung: GRÜNE Vorhaben für die nächsten fünf Jahre

        • höhere Mittel für Straßenbaumpflanzungen , Baumschutz und Parkpflege

  • Pflanzen zusätzlicher Bäume bei Straßenumbaumaßnahmen und –rückbau

  • Befreiung der Mittelalleen von parkenden Autos und ihre Entsiegelung

  • Grünausgleich: Bei Nachverdichtungen bestehender Wohnviertel werden öffentliche Grünflächen geschaffen oder aufgewertet.

  • Erweiterung des Inneren Grüngürtels und Steigerung der Durchlässigkeit für Fuß- und Radverkehr an querenden Straßen

    Die Rheinufer sollen als Naherholungsgebiet attraktiver gestaltet werden, daher begrüßen wir auch die Anlage eines Badeschiffs im Rhein

  • Vernetzung der Grüngürtel und der grünen Korridore, die radial die Stadt durchziehen

  • Vermehrte Schaffung von wohnortnahen Kleingartenanlagen

    Keine Eingriffe in Naturschutzgebiete und ähnlich hochwertige Gebiete


GRÜNE Erfolge bei Grün und Naherholung

  • Erhöhte Mittel für Pflanzung und Pflege von Straßenbäumen

  • Erstellung eines städtischen Entwicklungs- und Pflegekonzeptes für das Rheinufer sowie Pläne zur Vervollständigung des inneren und äußeren Grüngürtels

  • Im Zuge der Regionale konnten der Belvedere Park durchgesetzt und Bereiche im Zweckverband Stöckheimer Höfe ergänzt werden

  • Die Umsetzung des Grünzug West ist beschlossen

    Erhalt der „grünen Lunge“ Pferderennbahn


Abfall

Abfallvermeidung ist vorrangiges Ziel grüner Abfallpolitik. Deshalb werben wir in der Bevölkerung für einen Lebensstil der Nachhaltigkeit und wollen die Bedingungen für Abfallvermeidung und Recycling weiter verbessern.


Vorhaben für die nächsten fünf Jahre GRÜNER Abfallpolitik

    • Für den Teil der Kölner Bevölkerung, der heute keine Möglichkeit zur getrennten Papiersammlung hat, werden schnell andere Möglichkeit (z.B. Ausgabe von Sammelsäcken) geschaffen

    • Ausweitung der Recyclingcenter

    • Schaffung eines Secondhand-Baumarktes in Mülheim

    • Verstärkte Aufklärungsarbeit in Kindergärten und Schulen


GRÜNE Erfolge in der Abfallpolitik

  • Einführung der kostenlosen Biotonne und Umstellung auf das Holsystem bei Papier und gelber Tonne

  • Verbesserung der Recycling-Quote: Die Menge des Restmülls konnte von 2003 bis 2008 um 10% gesenkt werden

Nachhaltiger Konsum
Die ökologischen und sozialen Folgen des Konsums von Energie, Lebensmitteln und Verbrauchsgütern betreffen zunehmend das Leben von uns und unseren Kindern.

In diesem Sinne sind nachhaltige Kaufentscheidungen Umwelt-, Sozial- und  
Entwicklungspolitik zugleich.


Vorhaben für die nächsten fünf Jahre

  • Ausrichtung der Beschaffungspolitik der Kommune und der kommunalen Unternehmen an ökologischen und sozialen Kritierien

  • Schutz der noch bestehenden Landwirtschaft in Köln und Förderung der regionalen Vermarktung.

  • Unterstützung regionale Vermarktungskonzepte und Biomärkte unter dem Motto: „regional, ökologisch und gentechnikfrei hergestellt“

  • Stärkung der unabhängigen Verbraucherzentrale

  • Intensive Vernetzung mit Instituten, Verbänden und NGOs (Nichtregierungsorganisationen) wie z.B. der Lokalen Agenda 21

  • Kein Anbau genmanipulierter Pflanzen auf städtischen Flächen