Bewerbung von Katharina Dröge

Liebe Grüne in Köln,
ich möchte mich bei Euch als Sprecherin des Kreisverbandes bewerben. Seit 2007 arbeite ich als Beisitzerin im Kreisvorstand und habe die Kölner Grünen in den letzten Jahren als engagierten, streitbaren, und unangepassten Kreisverband erlebt – als Kreisverband, in dem es Spaß macht, politisch zu arbeiten!
Mehr Grün!
Persönliches:
* Geboren am 16.09.1984 in Münster.
* Seit 2004 studiere ich Volkswirtschaftslehre an der Universität Köln
* Seit 2001: Mitglied bei den Grünen, seit 2004 Mitglied im KV Köln.
* Seit 2007: Beisitzerin im Kreisvorstand der Kölner Grünen.
* Seit 2009: Schatzmeisterin im Bezirksverband Mittelrhein.
* Von November 2002-2006: Sprecherin der Grünen Jugend NRW.
* Inhaltlicher Schwerpunkt: Wirtschaftspolitik
* Von 2008 bis 2009: Mitglied der Wirtschafts- und Arbeitsmarkt-Kommission der Grünen NRW
* Seit 2009 Mitglied der Arbeitsgruppe Haushalt und Finanzen der Grünen NRW
* Delegierte für BDK, LDK und LPR
Ich trete an in einer Zeit, in der drei spannende und wichtige Wahlen vor uns liegen: Hier in Köln kann es uns gelingen, sowohl einen neuen rot-grünen Oberbürgermeister zu wählen als auch eine rot-grüne Mehrheit im Stadtrat auszubauen. Wir sind die einzige Partei, die glaubwürdig dafür steht, die Mischung aus verkrusteten Strukturen, alten Seilschaften, Inkompetenz und Missmanagement aufzubrechen, für die Köln in den letzten Jahren berühmt geworden ist. Die Müll-Affäre, der Messe-Skandal, die Sparkassen-Affäre und zu guter Letzt leider auch der U-Bahn-Bau sind traurige Zeugnisse dieser Politik. Wir brauchen in Köln einen Aufbruch für eine neue Politik – dafür stehen nur wir Grüne!
Für eine Politik, die niemanden vergisst!
Im letzten Jahr habe ich die Wahlprogramm-Gruppe Sozialpolitik koordiniert. Gerade das Thema Armutsbekämpfung muss in Köln ganz oben auf der politischen Agenda stehen. 150.000 Menschen gelten in Köln als arm - erfasst sind nur diejenigen, die Sozialleistungen beziehen. Die Dunkelziffer ist bedeutend höher. Besonders gravierend ist: Die Statistik erfasst über 30.000 Kinder, die in Armut leben. Wir Politiker müssen uns mit der individuellen Lebenssituation dieser Menschen auseinandersetzen und passgenaue Angebote und Hilfen für jede und jeden finden. Dabei ist wichtig: Armutsbekämpfung ist nicht allein Sozialpolitik- Armutsbekämpfung ist Bildungspolitik, Wohnungspolitik, Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik. Es gibt eine Vielzahl an praktischen Maßnahmen, die Menschen in Armut helfen. Dazu gehören die Lernmittelfreiheit für SchülerInnen, die Beitragsfreiheit für die Kindertageseinrichtungen, oder auch die kostenlose Abgabe von Verhütungsmitteln. Mit dem KölnPass haben die Grünen darüber hinaus ein Instrument mit durchgesetzt, das Menschen in Armut die Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht.
Wir haben die besten Wirtschaftskonzepte – das sollen die Menschen auch wissen!
Ein Thema, das alle Wahlkämpfe überschatten wird, ist die Finanzmarktkrise. Die Grünen haben mit dem Konzept eines Green New Deal erste richtige Antworten auf die Krise gefunden. Der Green New Deal steht dafür, dass Wirtschaftspolitik Verantwortung übernimmt, für eine Politik, die dem Markt da Grenzen setzt, wo er nicht funktioniert und dort Wettbewerb ermöglicht, wo er Innovationen und neue Möglichkeiten schafft. Grüne Wirtschaftspolitik steht für die Korrektur sozialer Ungerechtigkeiten, für mehr Transparenz, für die Förderung ökologischer Nachhaltigkeit und die Entwicklung neuer qualitativer Arbeitsplätze, die auch kommende Wirtschaftskrisen überstehen – weil sie wirklich zukunftsfähig sind. Für diese Politik stehen auch die Kölner Grünen. Eine große Aufgabe wird es sein, unsere Forderungen für die Kölner Politik konkret zu machen. Ich würde gerne an einem Konzept für einen „Green New Deal“ in Köln arbeiten und hierfür bei den KölnerInnen werben! Die Grünen haben die besten wirtschaftspolitischen Konzepte- und das sollen die Menschen auch wissen!
Neuen Wahlkampf wagen!
Mir ist es wichtig, im Wahlkampf eine Mischung aus alt bewährten Formaten und neuen Ideen auszuprobieren. Neben dem Straßenwahlkampf und der klassischen Podiumsdiskussion, sollten wir über neue Ideen diskutieren, zum Beispiel über Living-Room-Touren, wie sie gerade von unseren jungen EuropakandidatInen angeboten werden, über Fahrrad–Flashmobs, wie sie die Grüne Jugend veranstaltet hat, oder ein Grünes Boule-Turnier („Wir boulen um jede Stimme!“), wie es sich die Bonner Grünen ausgedacht haben. Wahlkampf findet zunehmend auch im Internet statt: Viele BürgerInnen sind über Facebook, Twitter und andere soziale Netzwerke zu erreichen. Ich finde es wichtig, dass die Kölner Grünen auch verstärkt im „Wahlkampf 2.0“ mitmischen.
Gemeinsam mit der Grünen Jugend arbeite ich bereits an Ideen für den Jung- und ErstwählerInnenwahlkampf. Hohe Mietpreise und knapper Wohnraum, Studiengebühren, Bologna-Prozess – all das sind wichtige Themen für Studierende. Wir Grünen sind hier immer noch deren wichtigste und glaubwürdigste politische Vertretung und erzielen in dieser WählerInnengruppe immer noch überdurchschnittliche Wahlergebnisse. Leider fallen die Kommunal- und Bundestagswahl in die Semesterferien. Wir brauchen deshalb dringend eine landesweite Briefwahlkampagne, um die StudentInnen zur Wahl aufzurufen.
In Köln ist kein Platz für rechte Populisten!
Dies haben die Kölner BürgerInnen eindrucksvoll auf zwei großartigen Demonstrationen gezeigt. Damit wird sich dieses Thema höchstwahrscheinlich aber leider nicht erledigt haben. Deshalb ist es wichtig, hier aufmerksam und engagiert Einsatz zu zeigen. Gemeinsam mit der Grünen Jugend NRW wollen wir für die Kommunal- und Landtagswahl Aktionen und Materialien gegen Pro Köln, Pro NRW und andere rechte Parteien und Gruppierungen entwickeln. Der Einsatz lohnt sich - damit Köln auch weiterhin eine multikulturelle und weltoffene Stadt bleibt.
Köln auf allen Ebenen vertreten!
Als Sprecherin der Grünen Jugend NRW habe ich mich lange Zeit auf Landes- und Bundesebene engagiert. Ich möchte diese Erfahrungen in den Kreisverband mit einbringen und gleichzeitig Kölner Projekte und Ideen stärker auf diesen Ebenen einbringen.Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Euch und hoffe auf Eure Unterstützung am 15. Juni!
Katharina
Bei Fragen, Anregung und Kritik: E-Mailkdroege@gmail.com, 0151-5562097










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