Erneuerter Antrag - Schaffung einer regulären Kommission für die Personal- und Organisationsentwicklung

Hier das pdf der AG Presonalentwicklung mit ihren Empfehlungen
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Antrag für die Kreismitgliederversammlung der Kölner Grünen

Schaffung einer regulären Kommission für die Personal- und Organisationsentwicklung

Vorgelegt von den Mitgliedern der Vorbereitungsgruppe: Patrick Kopischke, Stefan Peil, Dieter Schöffmann, Katja Trompeter, Matthias Welpmann, Sabine Pakulat

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Hintergrund

Nach der Aufstellung der Rats Reserveliste am 17.1.2009 und den Diskussionen, die sich daraus ergaben, beschloss der Delegiertenrat der Kölner Grünen die Einrichtung einer informellen Arbeitsgruppe, die prüfen sollte, ob und unter welchen Umständen die Schaffung einer regulären Kommission zur Personalentwicklung sinnvoll ist.

Diese Arbeitsgruppe, bestehend aus den Antragstellern und Antragstellerinnen, hat sich in den letzten 6 Monaten regelmäßig getroffen und ein Konzept für eine solche Kommission ausgearbeitet, wie auch Rahmenbedingungen für eine kontinuierliche Personalentwicklung beschrieben1.

Antrag

Die Arbeitsgruppe empfiehlt der KMV die Schaffung einer regulären Kommission für Personal- und Organisationsentwicklung. Die KMV möge durch Abstimmung beschließen, dass diese reguläre Personalkommission entsprechend der im folgenden Text beschriebenen Komponenten eingerichtet wird.

Begründung:

Trotz der Größe des KV Köln stoßen wir immer wieder an die Grenzen unserer Rekrutierungs- und Mobilisierungsmöglichkeiten. Dies betrifft sowohl einzelne Aufgaben und Aufgabenfelder als auch Parteiämter und Mandate auf allen Ebenen. Im „Superwahljahr“ treten die Defizite der Personal- und Organisationsentwicklung besonders zu Tage und erinnern uns daran, dass diese Themen bisher nicht systematisch aufgegriffen worden sind.

Strategisches Ziel: Wir wollen mittelfristig erreichen, dass Bündnis 90 / Die Grünen Köln bei allen Wahlen – sei es für Parteiämter oder Mandate von der Stadtteil- bis zur europäischen Ebene – jeweils aus einer Vielzahl von kompetenten Kandidatinnen und Kandidaten auswählen kann.

Zeitschiene: Mind. 4-5 Jahre für eine erste Umsetzung, anschließend kontinuierliche Weiterarbeit an den Themen der Personal- und Organisationsentwicklung.

  • Eine klare Definition von Ämtern, Mandaten und Gremien sowie deren Anforderungen

  • Identifizierung qualifizierter Kandidatinnen und Kandidaten, sowie deren Ermutigung für erfolgreiche Kandidaturen

  • als unabhängiges Gremium zugleich Ansprechpartner für Grüne sein, die sich für Amts- oder Mandatskandidaturen interessieren

  • Entwicklung von zielgruppenorientierten Strategien zur Gewinnung und Bindung von jungen Talenten, externen Potenzialträgern und erfahrenen Grünen

  • Entwicklung von Leitlinien und Handlungsansätzen, Qualifizierungsangeboten und einem Mentorensystem

  • Versuch, die strukturellen Hindernisse, die der Übernahme eines Amtes oder Mandates entgegenstehen (etwa Vereinbarkeit von Mandat und Beruf oder von Familie und Amt) mit den Möglichkeiten der Partei zu überwinden

  • Mithilfe bei Ausstiegsszenarien für langjährige Amts- oder Mandatsinhaberinnen und –inhaber

Organisatorische Struktur einer zukünftigen Kommission für Organisations- und Personalentwicklung:

  • Personal- und Organisationsentwicklung ist eine Daueraufgabe, die auch über Wahlperioden hinausgeht. Die Kommission ist deshalb als dauerhaftes Gremium zu konzipieren, welches alle 2 Jahre von der KMV bestätigt werden muss

  • Die Kommission soll aus 5-8 Personen bestehen

  • Die Kommission soll beratend, qualitätssteigernd und entlastend wirken und steht den Gremien der Partei und der Ratsfraktion zur Seite. Impulse und Anforderungen können sowohl aus der Kommission, wie auch aus den Gremien kommen und müssen jeweils im Zusammenspiel geregelt werden

  • Wahlentscheidungen zu Kandidaten und Kandidatinnen für Ämter und Mandate trifft weiterhin allein die Mitgliederversammlung

Zusammensetzung der Kommission

Personal- und Organisationsentwicklung betrifft Parteiämter, Mandate und alle Formen der informellen Mitarbeit. Alle drei Bereiche müssen in der Kommission durch „geborene“ Mitglieder angemessen repräsentiert sein:

  • Der Kreisvorstand entsendet ein Mitglied in die Kommission

  • Die Ratsfraktion entsendet ein Mitglied in die Kommission

  • Der Delegiertenrat entsendet 2 Mitglieder in die Kommission, die aus dem Spektrum der Ortsverbände oder Arbeitskreise kommen sollen

  • Die Kreismitgliederversammlung wählt 1-4 Personen, die sich durch einschlägige berufliche oder ehrenamtliche Kenntnisse und Erfahrungen in der Personalentwicklung auszeichnen


Die Kommission berichtet regelmäßig an die Kölner Mitgliederversammlung und ist dieser zur Rechenschaft verpflichtet.

1 Die Arbeitspapiere und Materialsammlung sind nachzulesen unter www.gruenekoeln.de