
Schließung der Kölner Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau
„Dilettanten-Stück von Minister Wittke“Als Schildbürgerstreich kritisieren die GRÜNEN im Kölner Rat die jüngste auf Empfehlung des Ministeriums für Bauen und Verkehr (MBV) vom Rüttgers-Kabinett verfügte „Verwaltungsreform“ für den Landesbetrieb Straßenbau NRW, die vor allem auch Köln und die in der Kölner Region tätigen Beschäftigten des Landesbetriebs empfindlich trifft.
Die 17 Niederlassungen in NRW werden auf 8 reduziert und das Personal sukzessive abgebaut. Die Niederlassungen in Köln und Bonn werden aufgelöst und ins Oberbergische nach Gummersbach verlegt. Bereits mit der 2004 erfolgten Verlagerung der Zentrale nach Gelsenkirchen wurden in Köln ca. 250 Stellen abgebaut. Nun werden weitere 220 Arbeitsplätze aus Köln abgezogen.
„Besonders ineffizient und damit unsinnig ist aber, die regional zusammengefassten Niederlassungen ausgerechnet nach Gummersbach zu verfrachten, statt eine regionale Konzentration der Behörde am Standort Köln vorzunehmen. Immerhin sind in Köln regional gesehen die meisten Beschäftigten des Landesbetriebs tätig.“, kritisiert Jörg Frank, stv. Fraktionsvorsitzender, das dilettantische Vorgehen der CDU/FDP-Regierung.
Für Köln spricht die zentrale verkehrliche Lage, die kurzen Wege zu allen hier ansässigen relevanten Behörden, Verbänden und Wirtschaftsakteuren und nicht zuletzt die unmittelbare Nähe zur Fachhochschule Deutz als Ausbildungsort. Der Wanderzirkus nach Gummersbach verursacht bloß weitere Kosten und unnötig viele soziale Härten. Die Begründung von Minister Wittke, so würde mehr „Praxisnähe“ und „Bürgernähe“ erreicht, erweist sich als leeres Geschwätz.“, so Frank abschließend.
Köln, 7. Juli 2006
Verantwortlich: Jörg Frank, Fraktionsgeschäftsführer