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SPD /GRÜNE: Interkulturelles Referat stärken!
SPD und Grüne: Die Kölner Integrationspolitik soll ein gleichberechtigtes Zusammenleben in allen Lebensbereichen - im kulturellen, gesellschaftlichen und im wirtschaftlichen Bereich erreichen
In der heutigen Sitzung des Integrationsrates sprechen sich die Fraktionen von SPD und Grünen für eine Stärkung des Interkulturellen Referates der Stadt und der Einrichtung einer neuen Stelle aus. Neben der Geschäftsführung des Integrationsrates koordiniert das Interkulturelle Referat die vom Rat beschlossenen integrationspolitischen Maßnahmen innerhalb der Verwaltung und ist Ansprechpartner für Organisationen beispielsweise für die interkulturellen Zentren.
Zu Beginn des Haushaltssicherungskonzepts 2003/2004 wurde die personelle Ausstattung des Referates fast halbiert und damit sein Wirken empfindlich eingeschränkt. Ziel von SPD und Grünen ist es, nun eine optimalere und moderne Integrationspolitik zu machen, die bereits existierende Elemente aufgreift und neue Impulse gibt. Dazu muss das Interkulturelle Referat gestärkt werden.„Integrationspolitik hat für SPD und Grüne seit jeher einen hohen Stellenwert, sie ist ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Kölner Lebens“, so Arif Ünal, Ratmitglied von Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied des Integrationsrates.
Susana dos Santos, integrationspolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion: „Mit Beschlüssen wie zur lokalen Beratungskommission, dem heutigen Auftrag an die Verwaltung zur längst überfälligen Fortschreibung des Maßnahmenprogramms und Stärkung des Referats haben wir begonnen, dieses wichtige gesellschaftspolitische Feld wieder mehr zu aktivieren - und das ist gut für Köln und die Kölnerinnen und Kölner.“
Auf Initiative von SPD und Grünen ist deshalb heute im Integrationsrat auch die Fortschreibung des Maßnahmenprogramms zur Integration beschlossen worden. Hinter diesem etwas sperrigen Begriff verbergen sich ganz konkrete Schritte zu einer Verbesserung der Integration. „Ziel ist es, ein gleichberechtigtes Zusammenleben in allen Lebensbereichen - im kulturellen, gesellschaftlichen und im wirtschaftlichen Bereich zu erreichen. So sollen beispielsweise interkulturelle Zentren perspektivisch ihre Funktion als Türöffner ausbauen und vermehrt Hilfestellungen und Anregungen bieten können, damit eine nachhaltige Integration in die Gesellschaft verbessert wird. Die Seniorenarbeit soll erweitert und die Interessen und Bedürfnisse von älteren Migrantinnen und Migranten stärker berücksichtigt werden. Und dem Beitrag von Migrantinnen und Migranten zur Entwicklung der Alltags- und Spitzen-Kultur sowie zum Intensivierung des interreligiösen Dialogs muss mehr Raum gegeben werden. Wichtiger Baustein dazu ist das Erlernen der Deutschen Sprache, die erst die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht“, erläutert Susana dos Santos.
Arif Ünal weiter: “Auch die interkulturelle Öffnung der Verwaltung gehört zu dem Maßnahmenkatalog. Die Einstellung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Migrationshintergrund und die Fortbildung der Beschäftigten auf dem Gebiet der interkulturellen Kompetenz sind dabei zwei Schwerpunkte. Denn die städtische und freie Antidiskriminierungsarbeit soll verbessert werden.“
Susana Dos Santos: „Insbesondere in den Sozialräumen muss der Gedanke der Partizipation und Bürgerbeteiligung der Migrantinnen und Migranten zentralen Stellenwert haben. Nur so lassen sich die oft völlig unbeachteten Reserven bürgerschaftlichen Engagements mobilisieren. Vor allem aber muss die noch immer vorherrschende Auffassung, Migranten seien nur eine „Problemgruppe“, endlich aus den Köpfen verschwinden. Migrantinnen und Migranten sind mit ihren Fähigkeiten, Qualifikationen und ihrer interkulturellen Kompetenz vielmehr ein wichtiger Teil eines Köln 2020. Das zu nutzen, dazu dient die Fortschreibung des Maßnahmenprogramms.“
18.08.06