#145

Nr. 158 - Dezember 2003

 

Sieg und Niederlage
Der LVR-Turm kommt, aber das Hochhauskonzept auch


Der Streit um den LVR-Turm, der nach dem Willen des Rheinischen Zusatzversorgungskasse unbedingt 103 Meter hoch vis-à-vis des Kölner Doms plaziert wird, hat monatelang die öffentliche Diskussion weit über Köln hinaus beherrscht, bis er fast zu einer schwarz-grünen Koalitionskrise zu eskalieren drohte.
CDU und Grüne verständigten sich schließlich auf einen Kompromiss. Der Turm wird zwar gebaut, jedoch soll nun Köln endlich ein Hochhauskonzept erhalten, das CDU und Grüne bis Mitte 2004 im Rat beschließen wollen. Es soll Tabuzonen für den Dombereich, die Altstadt innerhalb der Ringe und das innerstädtische Rheinufer festlegen. Ohne Konzept wird es keine weiteren Hochhausbeschlüsse geben.
Und schließlich wird das im Kölner Norden so umstrittene Verfahren zur Teilbebauung des Rennbahngeländes gestoppt und ein Mediationsverfahren eingeleitet. Der Turmbau ist sicherlich eine Niederlage – nicht allein für die Grünen, sondern vor allem für den Dom, das Stadtbild und das internationale Ansehen Kölns; nicht wenige Befürworter überboten sich in kleinkarierten Posen und miefiger Provinzialität. Doch das Ende des Durchgewurschtels durch ein Hochhauskonzept ist unbestreitbar ein Erfolg.
Barbara Moritz analysiert, wie es dazu kam.  >>>

LVR-Turm Stimmen zur Hochhaus-Kontroverse >>>

Der Turmbauer >>>

Kölner Arbeitslosenzentrum KALZ e.V.
Glückwunsch zu 20 Jahren!


Vor genau 20 Jahren fanden sich in Köln-Ehrenfeld Arbeitslose, Vertreter der Evangelischen Kirche und Gewerkschaftler zusammen, um angesichts der steigenden Arbeitslosenzahlen - im Dezember 1983 2,35 Mio bundesweit, 50.231 in Köln - über Sinn und Aufgaben eines „Zentrums von Arbeitslosen für Arbeitslose“ nachzudenken. Daraus entstand das Kölner Arbeitslosenzentrum KALZ e.V. Kein Gründungsmitglied konnte sich damals vorstellen, dass es 20 Jahre später noch das Problem Massenarbeitslosigkeit geben würde. So war das KALZ von seinen Müttern und Vätern als ein Provisorium gedacht.  >>>

25 Jahre Ignoranz und Stümperei
Energieeinsparung bei der Stadt Köln

Parallel zur Verabschiedung des Haushaltes hat der Rat am 29.7. auf Betreiben von Bündnis 90 / Die Grünen beschlossen, den Energieverbrauch für städtische Gebäude in den nächsten drei Jahren jeweils um 5% zu senken. Dazu sollen u.a. jährlich mindestens drei Objekte mit den schlechtesten Energiekennwerten saniert werden. Eine Aufstellung dieser Kennwerte wurde bis Jahresende erwartet. Die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln hat nun den Sachstandsbericht zum Energiemanagement in der Gebäudewirtschaft sowie den Umweltbericht 2002 vorgelegt. Aber von Energiekennzahlen ist keine Rede mehr. Seit 1978 existieren Ratsbeschlüsse zur Energieeinsparung. Sie wurden weitgehend von der Verwaltung erfolgreich ignoriert.  >>>

Du sollst nicht stehlen! oder: Wenn Pädagogen irren!

Die aktuelle politische Kontroverse um die „Klau-Kids“ leidet extrem am Mangel an konkreter Darstellung von Hilfsmöglichkeiten als Prävention und als Krisenintervention gegenüber akut gefährdeten Kindern. Sensationsgier und krude Law&Order-Rezepte prägen überwiegend die Berichterstattung in der Presse und die Statements eines Teils des Kölner Rates. „Rathaus Ratlos“ will Abhilfe schaffen. In dieser Ausgabe stellen wir „Kindernöte e.V.“ und seine Angebote für Roma- und Sinti-Kinder vor. >>>

Kurz und Knapp

„Klaukids“ - Anmerkungen zum Ratsbeschluss

Neues Schulz - zum "neuen" Lesben- und Schwulenzentrum

Neue Leiterin - für das interkulturelle Referat

Eisermanns Märchenstunde -  Keine Spenden für die GRÜNEN

Weiteres JobCenter - für Köln durch einen schwarz-grünen Ratsantrag

Planungsstopp für Rennbahn - Ergänzung im Koalitionsvertrag

AVG-Weihnachtsgabe - „Return to sender...“

Schulbibliotheken: Kein „Sterben auf Raten“

Im Visier der Justiz - Ermittlung der Staatsanwaltschaft gegen eine Ausstellung und Grüne

Familienpass bleibt - zum schwarz-grünen Ratsantrag

Sparkassen-Fusion - mit Bonn und Düsseldorf

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