Politischer Werdegang

Zusammen mit anderen Frauen gründete sie 1985 eine Bürgerinitiative, die sich erfolgreich für  eine Verkehrsberuhigung mit Schulwegsicherung und die Einrichtung von Radwegen einsetzte.

Von 1994 bis 1999 war sie für Bündnis 90/Die Grünen Bezirksvertreterin in Lindenthal mit den Schwerpunktthemen: Stadtentwicklung, Abfallwirtschaft, Einzelhandel und Kultur. Erfolge in dieser Zeit: Erhalt der baulichen Ensembles am Rautenstrauch-Kanal und in Junkersdorf, das „Klettenberger Modell“ (Satzung zur Erhaltung der Vorgärten aus der Gründerzeit), Einführung des Pilot-Projektes „Gelbe Tonne für Verpackungs-Wertstoffe“, Gründung eines Kunst- und Kultur-Vereins für den Stadtbezirk, ökologische Gestaltung von Parkanlagen und Entsiegelung von Wegen im Grünflächen-Bereich.

Seit 1998 ist sie Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen.

1999 erfolgte die Wahl in den Rat. Angela Spizig wurde kulturpolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion. Sie ist Mitglied des Kulturausschusses im Rat der Stadt Köln und Kuratoriumsmitglied der SK Stiftung Kultur.

Im April 2000 wurde sie durch den Kölner Stadtrat zur Bürgermeisterin gewählt. In diesem Amt engagiert sie sich vor allem in den Bereichen  Kultur, Medien, E-Government, Internationales.

So vertritt Angela Spizig  die Stadt Köln im Vorstand des weltweiten Zusammenschlusses „Global Cities Dialoge“, der sich mit der bürgerfreundlichen Anwendung der Informations- und Kommunikations-Technologien in städtischen Verwaltungen befasst. Sie arbeitet im Vorstand des europäischen Kulturnetzwerkes „Les Rencontres“, in dem gemeinsame kulturelle Projekte europäischer Städte entwickelt und unterstützt  werden und ein reger Austausch über sinnvolle und erfolgreiche kulturpolitische Strategien stattfindet. Außerdem wurde sie als Mitglied in den  Frauenausschuss des  RGRE „Rat der Gemeinden und Regionen Europas“ berufen.

In diesen Funktionen wird sie häufig als Moderatorin,  Expertin und Vortragende zu internationalen Konferenzen eingeladen.

Angela Spizig erlebt es als sehr vorteilhaft, dass sich die verschiedenen Schwerpunkte und Erfahrungen  ihres privaten, beruflichen und politischen Werdegangs gerade im Amt der Bürgermeisterin von Köln  so hervorragend umsetzen lassen. Damit kann sie einerseits in die unterschiedlichsten Bereiche der Stadt hinein wirken und gleichzeitig  die kommunalen Interessen einer weltoffenen, multikulturellen Stadt wie Köln auf europäischer Ebene erfolgreich vertreten.