Pressemitteilung: Klimaschutz - Jetzt auch bei der Stadt Köln Passivhaus–Bauweise

04.05.10 | Ratsfraktion, Umwelt, Pressemitteilung


Letzte Woche beschloss der Betriebsausschuss der städtischen Gebäudewirtschaft mit den Stimmen von SPD, GRÜNEN und FDP, dass ab sofort alle Neubauten der Stadt in Passivhaus-Bauweise zu errichten sind. Das bedeutet unter anderem, dass sie nur noch 15 kWh pro m² und Jahr an Heizenergie verbrauchen dürfen.
Zum Vergleich: Nach dem letzten städtischen Energiebericht liegt der Durchschnittsverbrauch in städtischen Schulen über 194 kWh/m²a.
Köln folgt damit dem Vorbild anderer Kommunen wie Frankfurt, Nürnberg und Leverkusen.

Dazu der energiepolitische Sprecher der grünen Ratsfraktion Gerd Brust:
"Die Stadt Köln zeigt damit, dass auch sie jetzt ihrer Vorbildfunktion beim Klimaschutz gerecht werden will. Gleichzeitig ist das ein wichtiger Schritt um die künftigen Energiekosten zu senken."
Die Energiekosten lagen 2007 allein im Bereich der städt. Gebäudewirtschaft (ohne Kultureinrichtungen und Feuerwehr) einschließlich Trinkwasser bei über 28 Mio. €.

Ferner wurde auf Antrag der Grünen in die neuen Energieleitlinien aufgenommen, dass auch bei Sanierungen "nach Möglichkeit Bauteile nach Passivhaus-Standard zu verwenden" sind.

„Diese Vorgaben sind sicherlich ambitioniert. Aber sie bieten der Kölner Bauwirtschaft jetzt schon die Möglichkeit, sich auf die kommenden Verschärfungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) vorzubereiten. Bis spätestens 2019 dürfte die Passivhaus-Bauweise nämlich Standard werden.“, so das Fazit von Gerd Brust.


Köln, 4. Mai 2010
Gerd Brust, energiepolitischer Sprecher
verantwortlich: Jörg Frank, Fraktionsgeschäftsführer, GRÜNE im Rat