Abschied des letzten Kölner Gymnasiums von der Inklusion

Ratsfraktion
Veröffentlicht am: 11. April 2019

Rückwärts statt vorwärts: Gymnasien grenzen Kinder mit Handicap gezielt aus! Nachdem die neue Landesregierung hohe Hürden für die vollständige Inklusion an Gymnasien aufgebaut hat, verabschiedete sich nun das letzte Kölner Gymnasium davon. Grüne wollen deshalb Initiativen für entsprechende Ausstattung ergreifen.

Rückwärts statt vorwärts:  Gymnasien grenzen Kinder mit Handicap  gezielt aus!

Nachdem die neue Landesregierung hohe Hürden für eine vollständige Inklusion an Gymnasien aufgebaut hat, hat sich nun auch das letzte Kölner Gymnasium von einer vollständigen Inklusion verabschiedet. 
Horst Thelen, schulpolitischer Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion: „Diese Absage an das menschenrechtliche Gebot der Teilnahme und Teilhabe von allen Menschen in Gesellschaft und Schule, die die UN vor zehn Jahren beschlossen hat, führt jetzt dazu, dass die Gymnasien nicht mehr verpflichtet sind, alle Schüler und Schülerinnen aufzunehmen, zu fördern und zu einem Abschluss zu führen.“

Damit bleibt der problematische Zustand erhalten, dass die Gymnasien Kinder mit Schwierigkeiten wieder abschulen können bzw. überhaupt nicht aufnehmen müssen. Die schwierige Aufgabe, Kinder mit Handicaps gleichberechtigt zu fördern, wird so den anderen Schulformen, die jetzt schon die größte Last dieser Förderung schultern, übertragen.

„Wir wollen, statt das Verhalten der Gymnasien und der Landesregierung zu beklagen, dafür sorgen, dass die Schulen, die den gemeinsamen Unterricht anbieten, in personeller, sachlicher und baulicher Ausstattung so gestärkt werden, dass sie ihre Aufgabe besser erfüllen können. Wir werden im Schulausschuss und im Rat die Initiative ergreifen, dass die Inklusionsschulen vorrangig entsprechend ausgestattet werden. Das betrifft die Frage von baulichen Ergänzungen ebenso wie eine bessere materielle Ausstattung, aber auch eine vorrangige Ausstattung mit Personal, etwa Sozialarbeitenden oder auch Schulbegleitungen für Kinder mit Förderbedarf. Selbstverständlich dürfen wir bei diesen Initiativen das Land nicht aus seiner Verantwortung entlassen, für eine bedarfsgerechte personelle Versorgung der Schulen zu sorgen!“, so Horst Thelen abschließend.

Köln, 11. April 2019
verantwortlich: Lino Hammer, Fraktionsgeschäftsführer

 


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