Förderung von Sea-Eye: Köln zeigt Flagge für die Menschlichkeit

Ratsfraktion
Veröffentlicht am: 22. Juli 2022

Nach einer GRÜNEN-Initiative möchte die Kölner Stadtverwaltung die Seenotrettungs-Organisation Sea-Eye künftig mit 10.000 Euro pro Jahr unterstützen. Das Ratsbündnis aus GRÜNEN, CDU und Volt hat das Fördergeld bereits im Haushalt freigegeben. Die Beschlussvorlage der Verwaltung steht im Integrationsrat am 16. August sowie im Sozialausschuss am 18. August zur Abstimmung.

Mit dem Geld soll konkret die Arbeit der Kölner Lokalgruppe von Sea-Eye unterstützt werden. Sie informiert in Veranstaltungen und Diskussionsforen über die Einsätze der Rettungsschiffe von Sea-Eye im Mittelmeer und wirbt damit Spenden ein.[1] Dies fördert den humanitären, lebensrettenden Einsatz der Organisation. Zudem stärkt die Stadt Köln ihre Rolle als Teil des Städtebündnisses „Sichere Häfen“[2] sowie den Dialog über die Herausforderungen und Chancen von Flucht, Migration und Integration.

Zwischen 2014 und 2021 starben laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk mehr als 24.000 Menschen auf der Flucht im Mittelmeer oder werden seitdem vermisst.[3]Die Crews von Sea-Eye haben in über 70 Missionen bereits mehr als 16.000 Menschen das Leben gerettet.[4]

Zur Vorlage: https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=880813&type=do

Dîlan Yazicioglu, Migrationspolitische Sprecherin der GRÜNEN im Kölner Rat, sagt:
„Ob in der Ukraine, auf dem Balkan oder im Mittelmeer: Wir werden das Leid der flüchtenden Menschen nicht tatenlos hinnehmen und helfen, wo wir können. ‚Sicherer Hafen‘, das bedeutet sichere Aufnahmebedingungen in Köln, aber auch Einsatz für sichere Fluchtrouten. Mit der Unterstützung für Sea-Eye schützen wir Menschenleben im Mittelmeer und zeigen Flagge für die Menschlichkeit. Den europäischen Werten, die an Europas Außengrenzen regelmäßig missachtet werden, werfen wir einen Rettungsring zu.“

Hintergrund: Zunächst war als Unterstützung für Sea-Eye eine „Schiffspatenschaft“ für das inzwischen nicht mehr betriebene Rettungsschiff „Alan Kurdi“ geplant. Da hier aus Sicht der Verwaltung der lokale Bezug nicht gegeben war, soll stattdessen die Kölner Lokalgruppe von Sea-Eye gefördert werden, die Spenden für das neue Rettungsschiff „Sea-Eye 4“ sammelt.


[1] Vgl. https://sea-eye.org/gruppe-koeln/?koeln-rettet/page/6

[2] Das Bündnis „Sichere Häfen“ ist ein Zusammenschluss von inzwischen über 300 Städten in Europa. Für Hintergründe, vgl.: https://seebruecke.org/sichere-haefen/haefen

[3] Vgl. https://storymaps.arcgis.com/stories/07502a24ce0646bb9703ce96630b15fa

[4] Vgl. https://sea-eye.org/en/inform/


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