GRÜNES Kino zeigte "Salami Aleikum"


Veröffentlicht am: 15. September 2009

Am Dienstag, dem 15. September 2009, zeigten die Kölner GRÜNEN im Kino „Rex am Ring“ den Spielfilm "Salami Aleikum – mit dabei: GRÜNE Bundesvorsitzende Claudia Roth, Bundestagskandidatin Kerstin Müller, Regisseur Ali Samadi Ahadi und Hauptdarsteller Navid Akhavan.

In Navid Akhavans Liebeskomödie „Salami Aleikum“ trifft „Tausendundeine Nacht“ auf „real stillgelegten Sozialismus“ und bringt das Publikum zu herzhaftem Lachen. So auch bei der Vorstellung am Dienstag, dem 15. September 2009, zu der die Kölner GRÜNEN ins „Rex am Ring“ eingeladen hatten. Bundesvorsitzende Claudia Roth und Bundestagskandidatin Kerstin Müller waren mit dabei – ebenso Regisseur Ali Samadi Ahadi und Hauptdarsteller Navid Akhavan. Etwa 150 Menschen verfolgten gebannt den Film und ließen sich das Herz öffnen von einer Liebesgeschichte zwischen einem schmächtigen Iraner aus Köln und einer großen, blonden Frau aus der ostdeutschen Provinz. „Salami Aleikum“ erzählt eine Geschichte über Perser, Polen, Ossis, Wessis, Fidschis und ein Lämmchen namens Wojtila. Der schönste Satz im Film ist „Ein Ausländer ist immer noch besser als ein Wessi“ und im Großen und Ganzen geht es um nicht mehr und nicht weniger als um das, was die eigene Heimat ausmacht.

 

Und das war dann auch eines der ersten Themen in der nach dem Film folgenden Diskussion, in der sich – moderiert von Kerstin Müller – Claudia Roth, Ali Samadi Ahadi und Navid Akhavan austauschten. „Heimat bedeutet mehr als ein geografischer Ort“, sagte Ali Samadi Ahadi, der mit 12 Jahren aus dem Iran nach Deutschland gekommen war. „Heimat ist ein Platz im Herzen. Natürlich ist Deutschland meine Heimat, aber da gehört nicht jeder Ort dazu. Mit Stuttgart zum Beispiel verbindet mich nichts. Dafür klopft mein Herz, wenn ich an einem Zugschild Köln steht.“ Auch für Navid Akhavan, der persische Wurzeln hat, ist Deutschland Heimat. Doch beide – Regisseur wie Hauptdarsteller – fühlen sich natürlich auch sehr dem Iran verbunden, was man ihnen sofort anmerkte, als Kerstin Müller das Gespräch auf die jüngsten Unruhen dort lenkte. „Ich wünsche mir nichts sehnlicher als einen Regimewechsel, der meinem Land Freiheit gibt“, sagte Navid Akhavan – und meint damit natürlich den Iran.

 

Die schwierige Frage danach, ob man mit einem illegal an die Macht gekommenen Präsidenten Ahmadinedschad überhaupt auf politischer Ebene zum Beispiel über Atomwaffen verhandel sollte, ging zunächst an Claudia Roth. „Da gibt es kein Patentrezept“, gab sie ehrlich zu. „Das wertet so ein Regime aber in jedem Fall zu sehr auf, und das sollte man bedenken.“ Ali Samadi Ahadi ist da in seiner Position klarer. Auf die Frage, was Deutschland für den Iran tun könne, antwortete er: „Nicht mit einer Regierung reden, die gar nicht an der Macht sein dürfte – jedenfalls nicht über Atomwaffen. Eher über Demokratisierung und Stärkung der Zivilgesellschaft!“ Das schaffe automatisch atomwaffenfreie Zonen – irgendwann sogar eine atomwaffenfreie Welt! Dazu applaudierte das Publikum zum wiederholten Male.

 

Zum Schluss gab es noch einmal explizite Solidaritätsaufrufe. „Die Bewegung im Iran ist nicht vorbei, nur weil der Tod von Michael Jackson sie aus den Schlagzeilen verdrängt hat“, erinnerte Ali Samadi Ahadi. „Und wer in Deutschland, im Iran oder weltweit etwas verändern will, der muss am 27. September 2009 schwarz-gelb verhindern, indem er GRÜN wählt“, verabschiedete Claudia Roth sich mit dem obligatorischen Wahlaufruf.

 

Text und Bilder: Christiane Martin


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