Keine Akzeptanz für den uneingeschränkten Nachtflug am Flughafen Köln/Bonn bis 2030

Von Kirsten Jahn


Veröffentlicht am: 25. Februar 2008

Letzte Woche ist ohne Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse der geplagten Bevölkerung und unter Missachtung bestehender Beschlüsse der uneingeschränkte Nachtflug am Flughafen Köln/Bonn bis 2030 verlängert worden.


Grüne BV 7 Porz, Friedrich-Ebert-Ufer 64, 51143 Köln        
        

Porz, den 10.02.08





Die bestehenden Beschlüsse von 1997 sehen vor, dass die Wirksamkeit der Lärmschutzmaßnahmen alle 5 Jahre überprüft wird. Sollte es zu keiner signifikanten Verringerung der vom Lärm betroffenen Fläche kommen, so müssen zusätzliche aktive und passive Lärmschutzmaßnahmen eingeleitet werden.

Sowohl die Überprüfung im Jahre 2000 wie auch im Jahre 2005 ergibt, dass es zu keiner signifikanten Reduktion der betroffenen Fläche gekommen ist.

Die Grünen in Porz/Poll fordern das Verkehrsministerium NRW, die Stadt Köln und die Flughafengesellschaft auf, die nächtlichen Passagierflüge einzuschränken. Bereits am 19.06.1996 wurde im 22-Punkte-Katalog festgelegt, dass es eine Kernruhezeit für Passagierflüge zwischen 0.00 und 5.00 Uhr gibt.

Wir fordern die Einhaltung dieser Kernruhezeit.

Jörg Frank, Fraktionsgeschäftsführer der Grünen im Rat der Stadt Köln dazu: „Die insbesondere von der Fluglärmkommission geforderten Auflagen wären als Kompromiss auch wirtschaftlich tragfähig gewesen. So könnte der Passagierflugverkehr aus der Nacht an die Tagesrandzonen verlagert werden, ohne dass es zu wirtschaftlichen Einbußen käme.“
Auch die Lärmschutzgemeinschaft sieht in der Einhaltung der Kernruhezeit für Passagierflugzeuge keine existentielle Schwächung des Wirtschaftsstandorts Flughafen Köln/Bonn und fordert seit langem die Umsetzung der getroffenen Beschlüsse.

Zudem müssen die gesundheitlichen Risiken, denen die Flughafenanwohner ausgesetzt sind, in der Diskussion um Standortsicherung und Arbeitsplätze eingebracht werden. Dies findet zur Zeit nicht statt.

Die Grünen setzen sich uneingeschränkt für die Einhaltung bestehender Beschlüsse zur Nachtflugregelung ein und sehen diese nicht als einen ökologischen Hemmschuh, sondern als eine Chance für alle Bürgerinnen und Bürger der betroffenen Gebiete.


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