Ost-West Achse

Kreisverband
Veröffentlicht am: 27. Oktober 2018

Köln ist eine wachsende Stadt. Damit wir immer mehr Menschen innerhalb der Stadt (und darüber hinaus) transportieren können, bedarf es auch des Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur. Im Sinne der Verkehrswende bedeutet das für uns GRÜNE: Verbesserungen für den Fußverkehr und vorrangiger Ausbau der Fahrradinfrastruktur und des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV).

 Während ersteres kurzfristig machbar ist, dauert der Ausbau des ÖPNV länger. Auch aus diesem Grund ist es unabdingbar, deshalb weitsichtig und nachhaltig in die Planung von neuen Stadtbahnprojekten zu gehen. Oberste Prämisse hierbei sind für uns die schnelle Umsetzung sowie die Förderfähigkeit der Maßnahme. Ohne eine Unterstützung von Land und Bund werden wir die Ertüchtigung der Ost-West-Achse nicht stemmen können. Schnell Kapazitäten erhöhen Die Kapazitäten auf der Ost-West-Achse werden vor allem dadurch erhöht, dass längere Züge eingesetzt werden, die mehr Menschen transportieren können. Für den Einsatz der Langzüge müssen die oberirdischen Bahnsteige zwischen Bensberg und Weiden verlängert werden. Hier muss unmittelbar mit den Planungen und dem Umbau begonnen werden, damit mit der Auslieferung der ersten Langzüge diese auch entsprechend fahren können. Für eine Kapazitätserweiterung ist dabei die Erhöhung der Anzahl der Bahnsteigkanten an Neumarkt und Heumarkt unverzichtbar. Bis zur Ertüchtigung der Schiene müssen schnell die Kapazitäten auf der Ost-West-Ache erhöht werden, z.B. durch Schnellbusse mit einer eigenen Spur und weiteren Verknüpfungen zum Schienengebundenen Personennahverkehr (SPNV). Dauerhaft oben bleiben Im Bereich der Innenstadt setzen wir GRÜNE auf eine oberirdische Lösung, die in kurzer Zeit verwirklicht werden kann. Somit wird auch die Barrierefreiheit schnell erreicht. Von der Deutzer Brücke kommend soll die Stadtbahn auf ihrem eigenen Gleiskörper geführt werden. Wir favorisieren hierbei eine modifizierte Variante aus dem Masterplan. Dem in der Bürger*innenbeteiligung einstimmig geäußerten Wunsch nach einer Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs (MIV) und nach einer Neuaufteilung des Verkehrsraumes schließen wir uns ausdrücklich an und setzen uns für eine deutliche Reduzierung des Platzes für den MIV inklusive des oberirdischen Parkens ein. Für die Stadtbahn setzen wir auf eine absolute Vorrangschaltung. Um die Betriebsqualität zu erhöhen, sollte das Links-Abbiegen und Wenden auf der Cäcilienstraße unterbleiben. Stadtentwicklung vorantreiben Im Zuge der Ertüchtigung der Ost-West-Achse zu einer Ost-West-Promenade wollen wir GRÜNE die Chance nutzen und die Stadträume entlang der Trasse weiterentwickeln. Dazu gehören für uns die Befreiung des Neumarkts aus seiner Insellage sowie die Aufwertung des Rudolfplatzes und der Aachener Straße. Für die Richard-Wagner-Straße muss eine stadtverträgliche Lösung her, die den MIV entsprechend der Wünsche der Bürger*innen reduziert. Kapazitäten ausbauen Die mit dem Ausbau der Ost-West-Achse erreichten zusätzlichen Kapazitäten werden in einer wachsenden Großstadt schnell erschöpft sein. Wir setzen uns deshalb für noch mehr Kapazitätserweiterungen ein, auch über die in der „ÖPNV-Roadmap: Maßnahmen für den Stadtbahnausbau und -neubau“ genannten Maßnahmen hinaus. Unser Fokus liegt hierbei auf der Beseitigung von Netzlücken und der Flexibilisierung und Erweiterung des gesamten Schienen-Netzes (z.B. Gleisdreiecke Deutzer Brücke und Poststraße, neue Schnellbahntrassen sowohl in Nord-Süd-Richtung als auch in Ost-West-Richtung). Auf bisher freigehaltenen Stadtbahntrassen sollen zeitnah Busse im Vorlaufbetrieb eingesetzt werden, um auch die Außenbezirke besser an die Innenstadt anzubinden. Das Umland mit einbeziehen Nicht nur die Kölner*innen haben ein Bedürfnis nach umweltfreundlicher Mobilität. Die wachsenden Pendler*innen-Ströme von und nach Köln müssen ebenfalls aufs Rad und die Schiene verlagert werden. Hierzu müssen die Maßnahmen des Bahnknotens Köln endlich weiter vorangetrieben werden. Ebenso wird es darüber hinaus gehende Maßnahmen geben müssen, denn die Mobilität über das Kölner Stadtgebiet hinaus kann nicht alleine von den Kölner*innen gestemmt werden. Der Kölner S-Bahn wird hierbei in der Zukunft eine noch größere Rolle zukommen, weswegen die Planungen für einen S-Bahn-Ring und weitere S-Bahn-Strecken dringend weiter vorangetrieben und finanziert werden müssen.