Pressemitteilung // Auf dem Weg zur müllfreien Stadt: Rat beauftragt Stadt mit Zero Waste Konzept

Ratsfraktion
Veröffentlicht am: 07. Mai 2021

Das Mehrheitsbündnis im Kölner Rat aus GRÜNEN, CDU und Volt hat die Kölner Abfallwirtschaftsbetriebe in der Ratssitzung aufgefordert, bis spätestens Ende 2022 ein „Zero-Waste-Konzept“ für Köln zu erstellen. Dazu gehört das öffentliche Bekenntnis der Stadt Köln zur Abfallvermeidung, außerdem eine Analyse, welcher Müll anfällt und wie er vermieden werden kann.

Köln, 06.05.2021

Das Mehrheitsbündnis im Kölner Rat aus GRÜNEN, CDU und Volt hat die Kölner Abfallwirtschaftsbetriebe in der heutigen Ratssitzung aufgefordert, bis spätestens Ende 2022 ein „Zero-Waste-Konzept“ für Köln zu erstellen. Dazu gehört das öffentliche Bekenntnis der Stadt Köln zur Abfallvermeidung, außerdem eine Analyse, welcher Müll anfällt und wie er vermieden werden kann.

Die Stadt soll von anderen Städten lernen, die bereits ein „Zero Waste-Konzept“ entwickelt haben, wie Kiel, München und Berlin. Das Konzept soll unter Beteiligung der Öffentlichkeit, lokal agierender Initiativen, lokaler Unternehmen und in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen Institut erarbeitet werden. Gemeinsam mit städtischen Akteur*innen sollen Gespräche mit der Organisation „Zero Waste Europe“ gestartet werden. Ziel ist es, Köln als „Zero Waste Stadt“ zu etablieren.

Alexander Volk, Abfallpolitischer Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion: „Wir müssen den Angriff auf die Natur und unser Stadtbild durch unnötige Einwegprodukte und damit verbundene verschwendete Ressourcen verhindern. Jedes weggeworfene Produkt wurde vorher unter Energieaufwand und Ausstoß von Klimagasen produziert und transportiert. Mit unserem Antrag gehen wir einen großen Schritt raus aus der Wegwerfgesellschaft, hin zu mehr Mehrweg und einer Wertschätzung von Produkten.“

Zum Antrag: https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=817576&type=do

Die Mengen an Müll und Abfall werden laut Prognosen der städtischen Unternehmen AWB und AVG auch in Köln weiter ansteigen. Folge ist schon jetzt an vielen Orten wild verteilter Müll – der zum Teil nur durch private Sammelaktionen beseitigt werden kann. Die Corona Pandemie hat das Problem weiter verschärft.

Die Stadt ist verantwortlich, die im Kreislaufwirtschaftsgesetz geforderte Abfallhierarchie einzuhalten: Abfallvermeidung vor Wiederverwendung, vor Recycling, vor sonstiger Verwertung, vor Beseitigung. Mit dem Antrag will das Ratsbündnis die Abfallvermeidung in Köln endlich in den Vordergrund stellen.


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