Pressemitteilung // Schüsse eines CDU Bezirksvertreters in Porz


Veröffentlicht am: 09. Januar 2020

Pressemitteilung des Kreisverbands zu den Schüssen eines CDU Bezirksvertreters in Porz

Schüsse eines CDU-Bezirksvertreters in Porz

Nach übereinstimmenden Medienberichten soll ein Porzer Bezirksvertreter der CDU in der Nacht vom 29. auf den 30. Dezember 2019 bei einem Streit am Friedrich-Ebert-Ufer einen 20-Jährigen mit einer Handfeuerwaffe angeschossen haben. Bei der anschließenden Durchsuchung seiner Wohnung stellte die Polizei fünf Waffen und ein Magazin sicher. Derzeit wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Die Kölner CDU hat gestern erklärt, dass der 72-Jährige sein Mandat als Bezirksvertreter ruhen lassen wird.

Dazu erklären die Vorsitzenden der Kölner GRÜNEN Katja Trompeter und Frank Jablonski: „Dieser Vorfall hat uns alle erschüttert und ist vollkommen inakzeptabel! Sollten sich die Anschuldigungen gegen den Tatverdächtigen bestätigen, muss dieser unverzüglich sein Mandat zurückgeben. Die Öffentlichkeit hat ein Recht auf eine vollständige Aufklärung des Vorfalls, da es hier um einen Mandatsträger geht, der von den Menschen in Köln gewählt wurde. Wir erwarten von der Kölner CDU in dieser Frage eine absolut klare Positionierung und eine Erklärung, wie sie mit dem Fall umgehen wird, wenn die Anschuldigungen zutreffend sein sollten.“

Frank Jablonski, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN in der Bezirksvertretung in Ehrenfeld, betont: „Seit Jahrzehnten setzen sich Kölner Kommunalpolitiker *innen für die Kölner Bürger*innen ein. Besonders Bezirksvertreter*innen sind im ständigen und engen Austausch mit den Menschen in ihren Veedeln. Sie sind die ersten Ansprechpartner *innen vor Ort und kümmern sich um die Belange der Menschen. Die Kölner*innen haben, zu Recht, einen hohen Anspruch an die gewählten Mitglieder der Bezirksvertretungen und des Rates der Stadt Köln. Diese Ansprüche gelten auch für Porzer Bezirksvertreter der CDU.“

Dieter Redlin, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN in der BV Porz erklärt: „Alle Mandatsträger*innen, auch die einer Bezirksvertretung, repräsentieren unseren Staat. Dies legt auch die Latte, an der richtiges Verhalten gemessen wird, besonders hoch. Das Gewaltmonopol des Staates, ausgeübt von der Polizei, gilt auch und vor allem für Mandatsträger*innen. Außerdem gibt es Dinge, die zwar per Gesetz nicht verboten sind, die man aber einfach nicht tut. Mit einer scharfen Waffe in einen Konflikt zu gehen, gehört für mich dazu. Es hat nichts mit Ehr- oder Würdeverlust zu tun, wenn man einem Konflikt, der möglicherweise gewalttätig werden könnte, einfach aus dem Wege geht."

Katja Trompeter ergänzt: „Wir fordern seit vielen Jahren eine Verschärfung des Waffenrechts. Vorfälle wie dieser zeigen überdeutlich, dass Waffenscheininhaber *innen streng kontrolliert und ihre Eignung zum Führen von Waffen kontinuierlich überprüft werden muss.“

Kontakt: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Köln, Christiane Martin,  presse[at]gruenekoeln.de, Tel.  0221-3553208, Mobil:  0179-5975879


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