Verkehrsausschuss: Auftrag für durchgehende Radverkehrsachsen

Ratsfraktion
Veröffentlicht am: 23. November 2021

Die Kölner Stadtverwaltung soll „mit hoher Priorität“ durchgehende Nord-Süd- und Ost-West-Verkehrsachsen für Radfahrer*innen einrichten. Dies wird die GRÜNEN-Fraktion heute zusammen mit ihren Bündnispartnerinnen CDU und Volt im Verkehrsausschuss beschließen. Außerdem werden die GRÜNEN für die Einführung eines Wasserbussystems in Köln und einen Verkehrsversuch auf der Venloer Straße stimmen.

In folgenden Abschnitten sollen Radverkehrsachsen entstehen:

  1. zwischen Zoobrücke und Südbrücke entlang der Tunisstraße bzw. der Nord-Süd-Fahrt
  2. zwischen Deutzer Bahnhof und Aachener Weiher

Auf beiden Achsen soll der Radverkehr künftig auf einer eigenen Spur vonmindestens 2,5 Metern Breite über die Fahrbahn geführt werden – explizit soll dies auch für den Abschnitt der Deutzer Brücke gelten. Wo möglich, soll der Radverkehr baulich vom Autoverkehr getrennt werden. Beide Radverkehrsachsen basieren auf dem „Radverkehrskonzept Innenstadt“. 
Zum Bündnis-Antrag: https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=848299&type=do

Lars Wahlen, Verkehrspolitischer Sprecher der GRÜNEN im Kölner Rat, sagt:
„Neben den Ringen werden wir auch die zentralen Verkehrsachsen der Innenstadt zu Schlagadern der Mobilitätswende machen. Mit eigenen Spuren wird Radfahren in Köln deutlich sicherer und komfortabler.“

Außerdem wird die GRÜNEN-Fraktion im heutigen Verkehrsausschuss für eine Verwaltungsvorlage zum Aufbau eines Wasserbussystems in Köln stimmen. Grundlage dafür bildet eine vorliegende Machbarkeitsstudie, die zeigt, dass ein solches System den Kölner ÖPNV sinnvoll ergänzen kann.
Zur Verwaltungsvorlage:https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=104289

Dazu sagt Lino Hammer, Fraktionsgeschäftsführer und Vorsitzender des Verkehrsausschusses:
„Die Machbarkeitsstudie zeigt, dass Köln den Wasserbus braucht. Er kann unsere Stadtbahnen entlasten, unser Verkehrssystem stabiler machen und den Sprung über den Rhein deutlich erleichtern. Und vielmehr als das: Er kann zum neuen Markenzeichen für moderne und umweltschonende Mobilität in Köln werden.“

Die GRÜNEN werden außerdem für einen Verkehrsversuch auf der Venloer Straße stimmen. Die Verwaltung schlägt vor, kurzfristig und befristet auf ein Jahr einen „verkehrsberuhigten Geschäftsbereich“ mit Tempo 20auf der Venloer Straße einzuführen. Voraussichtlich Mitte 2022 soll sie außerdem im Rahmen der Versuchsphase zur Einbahnstraße werden.
Zur Verwaltungsvorlage:https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=102923

Lars Wahlen, Verkehrspolitischer Sprecher, sagt:
„Wir müssen dringend Entspannung in die Konfliktzone Venloer Straße bringen. Eine verkehrsberuhigte Zone samt Einbahnstraßen-Regelung wird absehbar für weniger Unfälle, für mehr Ruhe und Akzeptanz aller Verkehrsteilnehmer*innen sorgen.“


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