Zehn Jahre nach dem NSU-Terror: „Unser Gedenken schweißt uns zusammen“

Ratsfraktion
Veröffentlicht am: 04. November 2021

Heute vor zehn Jahren endete die Mordserie der rechtsextremen Terrorgruppe NSU, die unter anderem die Anschläge im Jahr 2004 in der Keupstraße und im Jahr 2001 in der Probsteigasse begangen hatte. 23 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Am Dienstag wird der Kölner Rat final über das Mahnmal an der Keupstraße und eine Gedenktafel in der Probsteigasse beschließen.

Dazu sagt Dîlan Yazicioglu, Migrationspolitische Sprecherin der GRÜNEN im Kölner Rat:
„Mit unserem Gedenken setzen wir ein Zeichen der Stärke gegen rechtes Gedankengut und für eine vielfältige, solidarische Gesellschaft. Wir werden niemals vergessen, welches Leid die rechtsextremen Terroristen in unserer Mitte erzeugt haben. Auch wenn viele Wunden der Anschläge nie verheilen werden, zeigen wir mit dem Mahnmal an der Keupstraße und der Gedenktafel in der Probsteigasse, dass unsere Menschlichkeit die Brutalität überdauert.“

Brigitta von Bülow, Kulturpolitische Sprecherin der GRÜNEN im Kölner Rat, ergänzt:
„Wir sind sehr froh, dass nach intensivem Dialog zwischen Betroffenen, Initiativen vor Ort, Politik, Verwaltung und Künstler*innen ein passender Ort des Gedenkens an der Keupstraße Wirklichkeit wird. Der von uns lange geforderte Gedenkort soll informieren, aber auch inspirieren. Er wird ein Ort des Zusammenkommens, des kritischen Dialogs, der Begegnung. Auch wenn die Realisierung lange gedauert hat, zeigen wir nun an diesem Ort, was Köln stark macht. Unser Gedenken schweißt uns zusammen.“


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