Flüchtlingsunterbringung in Godorf und Sürth – JA!

Bereits 2011 lebten in Köln 349.000 Menschen mit Migrationshintergrund, davon 28.500 im Bezirk Rodenkirchen. Wir wissen, dass die Krisenherde überall auf der Welt Menschen dazu zwingen, ihre Heimat zu verlassen. Die Vereinten Nationen schätzen, dass aktuell jeden Tag 5.000 Menschen aus Syrien fliehen. Fast wöchentlich ertrinken Menschen auf der Flucht im Mittelmeer.

Wie alle anderen deutschen Städte nimmt auch Köln einen kleinen Teil dieser Flüchtlinge auf. Etwa 50 Flüchtlinge aus unterschiedlichen Ländern suchen monatlich ein neues Zuhause in unserer Stadt. Allerdings können viele davon gegenwärtig –nicht menschenwürdig untergebracht werden.

Dringend gebraucht werden angemessene Unterbringungsmöglichkeiten; voraussichtlich 20 weitere Flüchtlingshäuser gilt es daher in Köln neu zu errichten. Darum wurden auch bereits die Kirchen und der Stadtwerke-Konzern um Hilfe bei der Suche nach passenden Objekten gebeten.

     In dieser Situation ist es von unschätzbarem Vorteil, über Flächen zu verfügen, die bereits in städtischem Besitz und zur Bebauung vorgesehen ist. Solche Flächen befinden sich am Kuckucksweg in Godorf und im Dreieck zwischen Josef-Kallscheuer-Straße, Industriestraße und Wattigniesstraße. In erstem soll ein Wohnhaus mit 12 Wohnungen, in letzterem ein Wohnhaus für 50 – 70 Menschen errichtet werden. Anonyme Stimmen wenden sich gegen das Vorhaben, wollen mit zweifelhaften und teilweise auch fremdenfeindlichen Argumenten Stimmung machen gegen Menschen, die ihre Heimat aufgeben mussten und unter lebensbedrohlichen Bedingungen nach Deutschland gelangt sind – in der Hoffnung auf ein Leben frei von Bedrohung und existenzieller Not.

"Ich ben Grieche, Türke, Jude, Moslem un Buddhist, mir all, mir sin nur Minsche, vür‘m Herjott simmer glich." Die Bläck Fööss haben es auf den Punkt gebracht und wir möchten, dass diese Zeilen mehr sind als ein Lippenbekenntnis, zu dem uns an Karneval beim Mitsingen das Herz aufgeht.

Migration hat eine lange Tradition in unserer Stadt, und im Rückblick hat die Gesellschaft, hat Köln, haben wir Menschen davon profitiert. Gleichzeitig ist die Situation für uns alle eine Herausforderung, und wir möchten die Bedenken und Sorgen der Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen. Wir GRUENE in Rodenkirchen setzen uns für eine frühzeitige Beteiligung und Diskussion mit der Bevölkerung und wir werten die Tatsache,dass sich bereits eine entsprechende Initiative „Willkommen in Sürth“ gegründet hat, als hoffnungsvolles Zeichen. 

Grüner Protest gegen Aufschiebung der "Linie 17" hatte Erfolg!

Die Entscheidung von SPD- und CDU-Ratsfraktion im Verkehrsausschuss der Stadt Köln, den Südabschnitt der Nord-Süd-Stadtbahn (Arbeitstitel „Linie 17“) nicht „vorzeitig“  in Betrieb nehmen zu wollen, hat uns Grüne empört.

Umso überraschter waren wir, dass sich die CDU innerhalb weniger Stunden am 30. April 2013 erneut umentschied und nun doch für die Teilinbetriebnahme stimmte. Denn eigentlich sollte nach SPD-Wunsch kein Geld eingespart werden, sondern für die Sanierung von Straßen, Tunneln und Brücken ausgegeben werden. Das aber wollten wir Grüne nicht mitmachen, die Koalition wurde dadurch unnötig schwer belastet.

Freuen können sich über den schwarz-gelb-grünen Beschluss nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner in Sürth und Rodenkirchen sondern auch die in der Südstadt. Endlich fährt die Bahn, auch wenn noch einiges vorzubereiten ist. Aber was sind schon 3 Jahre bis 2016, nachdem nun schon so lange daran gebaut wird....

Als Grüne setzen wir uns schon seit 30 Jahren für ein verbessertes ÖPNV-Angebot ein und werden dies auch weiterhin tun.  Durch hohe Verkehrsaufkommen verursachte Staus können mittels eines attraktiveren Angebots an Bus- und Bahnverbindungen im gesamten Stadtgebiet aufgelöst werden. Steigende KVB-Fahrgastzahlen belegen außerdem das wachsende Interesse der Nutzer am ÖPNV. Zudem sinken bereits auch die Zahl der PKWs und der PKW-Fahrten im Kölner Stadtgebiet. Insbesondere jüngere Menschen sind nicht mehr so autofixiert und kombinieren je nach Bedarf verschiedene Verkehrsträger.

Nein zum Hafenausbau Godorf!

Am 10. Juli 2011 wird die Einwohnerbefragung zu der Frage stattfinden, ob der Hafen Godorf ausgebaut werden soll. An dieser Stelle veröffentlichen wir Stellungnahmen zu diesem Thema mit dem Ziel, dass möglichst viele Kölnerinnen und Kölner mit NEIN stimmen werden. Denn dies wird vielleicht die letzte Möglichkeit sein, den Hafenausbau zu verhindern und das wertvolle Naturschutzgebiet Sürther Aue zu retten.

 

Informations-Flugblatt zum Godorfer Hafen

Verweis auf den Inhalt eines Flugblattes des Kreisverbandes vom 13.03.2011 gegen den Hafenausbau in Godorf

Geschichte des Streits um den Hafenausbau

Seit einem Vierteljahrhundert wird  im Kölner Süden um den Ausbau des Godorfer Hafens in der Sürther Aue gerungen. Die Sürther Aue ist unmittelbar am Rhein gelegenes Naturschutzgebiet.

Am 30.08.2007 hat im Stadtrat eine Mehrheit aus CDU und SPD die Erweiterung des Godorfer Hafens und damit die Zerstörung der Sürther Aue beschlossen... (mehr)

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Einwohnerbefragung zum Hafenausbau Godorf: Letzte Chance nutzen!

(20.04.2011 | Ratsfraktion, Stadtentwicklung, Wirtschaft & Finanzen, Umwelt, Rathaus Ratlos)

„Soll der Godorfer Hafen weiter ausgebaut werden?“ Über diese Streitfrage sollen die Einwohnerinnen und Einwohner Kölns in einer Abstimmung voraussichtlich am 10. Juli 2010 entscheiden.... (mehr)

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