Verkehrsrevolution in Ehrenfeld

05.11.18 |

Am 5. November 2018 hat die Bezirksvertretung Ehrenfeld in ihrer Sitzung auf Antrag von GRÜNEN, CDU, LINKE und DEINE FREUNDE einen weitreichenden Beschluss gefasst: Auf dem Melatengürtel, dem Ehrenfeldgürtel und dem Parkgürtel soll jeweils eine Fahrspur pro Richtung in eine Fahrradspur umgewidmet werden.

„Wir machen jetzt Nägel mit Köpfen“, sagt Christiane Martin, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN in der Bezirksvertretung Ehrenfeld. „Die Verkehrswende in Köln hin zu einer nachhaltigen Mobilität geht uns zu langsam. Feinstaub, Klimawandel, verstopfte Straßen, auf denen kein Platz für Fußgänger und Radfahrer ist – das alles verlangt radikale Maßnahmen. Genau eine solche hat die Bezirksvertretung Ehrenfeld heute beschlossen. Und das ist erst der Anfang, denn natürlich wünschen wir uns eine Fortsetzung nach Norden und Süden, sodass eine komfortable Radschnellverbindung für ganz Köln entsteht.“ Der Antrag richte sich deshalb auch zunächst an den Verkehrsausschuss des Rates der Stadt Köln, da dieser für eine endgültige gesamtstädtische Beschlussfassung zuständig ist. „Die Gestaltung des Gürtels ist natürlich eine überbezirkliche Angelegenheit, aber wir in Ehrenfeld haben jetzt den Startschuss für eine nachhaltige Verkehrsführung gegeben“, erklärt Christiane Martin. „Und wir haben sogar schon einen Namen dafür: KölnerFahrradGürtel – kurz KFG.“

Als Begründung hatten die Antragsteller unter anderem die folgenden Punkte vorgebracht – und damit offensichtlich die Mehrheit der Bezirksbetretung überzeugt:

  • Der Gürtel ist die optimale Strecke für eine Radschnellverbindung, denn der Tagesverlauf des Verkehrsaufkommens zeigt, dass der Gürtel insb. von Pendler*innen genutzt wird, die zu einem großen Teil auf das Fahrrad umsteigen könnten– das Potenzial liegt hier laut Studien bei 30 Prozent und höher.
  • Der Gürtel ermöglicht als Verkehrstangente schnelle Querverbindungen. Solch schnelle und direkte Wege sind für den Radverkehr nötig, um eine sinnvolle Alternative zum Autoverkehr darzustellen.
  • Der Gürtel gehört zu den Straßen in Köln mit einer hohen toxischen Belastung. Die Reduktion der PKW-Verkehrs ist überall in Europa eine wichtige Säule für die angestrebte Mobilitätswende. Der Umwidmung einer Fahrspur des Gürtels ist eine Maßnahme, die dazu beitragen kann, dass Schadstoffe durch den MIV reduziert werden und sie ist ein Schritt für den Klimaschutz.
  • Der Gürtel gehört in Teilen zu den Straßen, bei denen laut Lärmaktionsplan der Stadt Köln Handlungsbedarf der Kategorie 1 besteht. Die Einrichtung des KölnerFahrradGürtels ist ein wirksames Mittel gegen den Verkehrslärm.
  • Der Gürtel in Ehrenfeld kann so Teil eines KölnerFahrradGürtes werden, der eine Radinfrastruktur für Pendler*innen schafft, die ein schnelles Fortkommen auf asphaltierter Strecke ermöglicht.

Der Antrag findet sich hier: https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=685336&type=do

Kontakt: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der BV Ehrenfeld, Christiane Martin, christiane.martin@[at]netcologne.de, Tel. 0221-3553208, Mobil: 0179-5975879