Berivan Aymaz

Landtagswahlkreis Köln VI

Steckbrief

Geburtstag/Alter + Geburtstort: 49 Jahre, Genç

In Köln/im Wahlkreis seit: seit 1980

Vorlieben/Hobbys: ausschlafen, gutes Essen genießen, Familie und Freunde treffen, türkisch-kurdisch-kölsche Musik hören und in vielen Sprachen lesen

Bei den Grünen seit: 2009

Wenn ich in meinem Leben nur noch eine Sache essen könnte, wäre(n) das: Pasta in allen Variationen

Beruf: Übersetzerin und Moderatorin

Kontakt
E-Mail: berivan.aymaz[at]gruenekoeln.de

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Berivan im Interview

Was hat Dich zu den Grünen und in die Politik gebracht?

Ich komme aus der internationalen Menschenrechts- und Migrationsarbeit und habe bereits seit den frühen Neunziger Jahren in verschiedenen zivilgesellschaftlichen Organisationen ehrenamtlich wie auch hauptamtlich gearbeitet. Dabei waren die Grünen als eine Partei der Menschen- und Minderheitenrechte, für Chancengerechtigkeit und Vielfalt für mich stets zentrale Ansprech- und Bündnispartner*innen. Schließlich habe ich aufgrund dieser Zusammenarbeit dann auch die Entscheidung getroffen, meine Erfahrungen durch aktive Mitgliedschaft bei den Grünen einzubringen. Ich fühle mich in dieser Partei auch nach 13 Jahren genau richtig.

Für Dich war es die erste Legislatur als Landtagsabgeordnete. Wie waren Deine Erfahrungen in den vergangenen fünf Jahren?

Mit 14 Mitgliedern sind wir 2017 als kleinste Oppositionsfraktion neugestartet und ich war dabei die einzige neue Abgeordnete in der Fraktion. Seitdem setze ich mich im Landtag für eine humanitäre Flüchtlingspolitik, für Chancengerechtigkeit und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft sowie für globale Verantwortung und Gerechtigkeit ein. Es ist sehr schnell gelungen, mit einem breiten Netzwerk aus Zivilgesellschaft und NGOs die Politik der Landesregierung wachsam und kritisch zu begleiten und in diesem Zusammenspiel konnten wir als GRÜNE sogar das eine oder andere Vorhaben der schwarz-gelben Landesregierung noch in letzter Sekunde verhindern wie z.B. die geplante Kürzung der Fördermittel für die soziale Beratung von Geflüchteten. Ich blicke auf eine intensive Zeit stets in großer Dankbarkeit für das Privileg, in demokratischen Strukturen Oppositionsarbeit leisten zu dürfen.

Deine Schwerpunkte sind unter anderem Integrations-, Flüchtlings- und Menschenrechtspolitik. Wo muss sich dringend etwas ändern?

Im Laufe der Pandemie hat sich sehr deutlich gezeigt, dass die Strategie der Landesregierung, Asylsuchende teilweise bis zu zwei Jahren in Gemeinschaftsunterkünften unterzubringen, komplett gescheitert ist. Wir müssen zurück zu einer schnellen Zuweisung von geflüchteten Menschen in die Kommunen, dezentraler Unterbringung, Bildungsangeboten, Sprachkursen und Jobs. Die Corona-Krise hat zudem offengelegt, dass sich Menschen mit Migrationsgeschichte immer noch in prekären Wohn-, Lebens- und Arbeitsverhältnissen befinden, was sie besonders anfällig für das Virus macht. Und auch die gesundheitliche Versorgung ist immer noch nicht diskriminierungsfrei. Ein Landesantidiskriminierungsgesetz für NRW ist hier unerlässlich.