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Verkehrsausschuss: Venloer Straße wird attraktiver und sicherer

Ratsfraktion
Veröffentlicht am: 17. Mai 2022

Zum heutigen Verkehrsausschuss gibt die Stadtverwaltung in einer Mitteilung bekannt, dass die Venloer Straße auf dem Abschnitt zwischen Hohenzollernring und Militärringstraße von einer Bundes- zur Gemeindestraße herabgestuft wird. Dies hat das Landesverkehrsministerium nach einer Initiative der Kölner Verwaltung entschieden. Außerdem stimmen wir im Ausschuss für eine weitere Lastenradförderung in Köln und eine neue Verkehrsführung im Dom-Umfeld.

Die Änderung der Klassifizierung für die Venloer Straße macht unter anderem den Weg frei für den geplanten Verkehrsversuch auf der Venloer Straße zwischen Innere Kanalstraße und Ehrenfeldgürtel, für den sich die Bezirksvertretung Ehrenfeld intensiv eingesetzt hatte. Die Venloer Straße soll in dem Zuge zur Einbahnstraße mit Tempo 20 werden.[1]

Zur Mitteilung:https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=873048&type=do

Lino Hammer, Fraktionsgeschäftsführer und Vorsitzender der Verkehrsausschusses, sagt:
„Endlich haben wir als Stadt die Planungshoheit für diese zentrale Verkehrsachse. Die oft gefährliche Gemengelage aus zweispurig fahrenden Autos und Fahrradfahrer*innen können wir nun auflösen. Das wird die Sicherheit gerade für Radfahrer*innenan diesem Unfall-Hotspot stark erhöhen. Auch die Fußgänger*innen und Händler*innen gewinnen mehr Aufenthaltsqualität. Nicht nur in Ehrenfeld, auch im Bezirk Innenstadt entstehen mit der neuen Einstufung neue Möglichkeiten, um die Venloer Straße attraktiver und sicherer zu machen.“

Die GRÜNEN-Fraktion wird außerdem dem Vorschlag der Stadtverwaltung für eine weitere Förderung von Lastenrädern in Köln zustimmen. Ab dem laufenden Haushaltsjahr bis zum Jahr 2024 sollen pro Jahr 500.000 Euro in das Programm fließen. Erstmals sollen Geringverdiener*innen, die einen Kölnpass besitzen, mehr Fördergelder (65 Prozent der Nettoanschaffungskosten) erhalten als sonstige Antragsteller*innen (45 Prozent der Nettoanschaffungskosten). Auch Vereine sollen diese besseren Konditionen erhalten. Anträge aus Stadtteilen, die bisher kaum Gelder aus dem Förderprogramm abgerufen haben, sollen bevorzugt behandelt werden.

Zur Vorlage:https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=108272

Dazu sagt Lars Wahlen, Verkehrspolitischer Sprecher der GRÜNEN im Kölner Rat: „Die Lastenradförderung in Köln ist eine Erfolgsgeschichte und muss fortgeschrieben werden. Viele lassen ihr Auto inzwischen links liegen und steigen, auch dank der Fördergelder, auf den Sattel. Sie transportieren ihre Einkäufe, Kleinkinder oder Haustiere mit klimafreundlicher Bein- und Akkukraft. Damit stärken sie ganz nebenbei ihre Gesundheit. Die stärkere Förderung von Menschen in unterversorgten Stadtteilen oder mit vergleichsweise geringem Einkommen ist sehr wichtig, damit ganz Köln von dieser attraktiven Art der Fortbewegung profitiert.

Die GRÜNEN-Fraktion wird ebenso der Vorlage für die Änderung der Verkehrsführung im Bereich Trankgasse/Komödienstraße zustimmen. Dadurch soll die Verkehrsführung als Zwischenlösung bis zu einer grundsätzlichen Neuordnung des direkten Dom-Umfelds geändert werden. Unter anderem geht es um folgende Maßnahmen:

  • Die Trankgasse wird zwischen Marzellenstraße und Am Domhof zur Fahrradstraße.
  • Der Kardinal-Höffner-Platz wird zur Fußgängerzone.
  • Die Marzellenstraße und die Komödienstraße werden zu Einbahnstraßen mit Zusatzschild „Radfahrer frei“.

Zur Vorlage:https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=108115

Lino Hammer kommentiert:„Das Herzstück unserer Stadt verdient mehr Ruhe und mehr Raum. Aus der Enge rund um den Dom entsteht Platz zum Gehen, Schauen und Begegnen. Die vorgeschlagene Zwischenlösung ist sinvoll, um das Dom-Umfeld kurzfristig attraktiver zu machen. So kann in Teilen jetzt schon sichtbar werden, wie eine langfristige Lösung für dieses attraktiveStück Innenstadt aussehen könnte.“


[1] Weitere Informationen der Stadtverwaltung: https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/presse/mitteilungen/23861/index.html


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