Kommunalwahlprogramm der Kölner Grünen:2009-2014: Kultur

Kultur

Lebensqualität und Lebensfreude durch kulturelle und künstlerische Vielfalt in Köln

GRÜNE Kulturpolitik möchte die Vielfalt der Kulturen und der Künste in Köln bewahren, fördern und weiter ausbauen! Wir betonen die Autonomie des künstlerischen Schaffens , den Erhalt und die Bewahrung der kreativen Vielfalt in Köln. Kultur und Kunst sind sowohl als Form der Auseinandersetzung von Menschen mit der eigenen Entwicklung als auch eine grundlegende  Voraussetzung  für einen gesellschaftlichen und sozialen Zusammenhalt wichtig und stehen damit für eine lebendige Demokratie und Miteinander. Kulturelle und künstlerische Vielfalt  (Kunst, Musik, Literatur, Theater, Tanz etc..) wirkt identitätsstiftend, verbindend und  kreativ anregend für das Leben in einer Stadt.

Kunst und Kultur sind als Formen der Auseinandersetzung der Menschen mit ihrer Gegenwart grundlegende Voraussetzungen für eine lebendige Demokratie. Dazu gehört die Möglichkeit für alle Menschen, die hier leben, Kultur zu erfahren und zu gestalten. Wir Grüne in Köln stehen für eine Öffnung der kulturellen Angebote bis in die Stadtteile hinein, um alle Menschen zu erreichen und zu beteiligen.

Die in Köln leben Menschen aus ca. 180 Nationen werden häufig zu „Botschaftern“ und Mittlern für ihre Kultur. Sie bilden Kulturvereine, organisieren Kulturveranstaltungen, Ausstellungen, Lesungen, zeigen Filme, gründen Theatergruppen u.v.m. Dieser Kultur wollen wir Raum geben und sie stärken.

Eine Kultur – viele Kulturen“: Internationales und Interkulturelles

Das Kölner Kulturleben soll wieder internationaler werden.
Dazu wollen wir ausländische Kulturzentren, Kulturinstitute und Konsulate sowie internationale Netzwerke stärker in das Kölner Kulturleben einbeziehen.
 

Gute Bedingungen für die Kulturszene

Ein Kulturbüro soll als kompetente Anla

  • Vermittlung von Kontakten und Arbeitsräumen

  • Sparten übergreifendes Raummanagement

  • Unterstützung bei Netzwerkbildung und Vermarktung

  • Beratung im Rahmen von Existenzgründung und Fördermöglichkeiten

  • Moderation zwischen den Ämtern.


Die auf Initiative der GRÜNEN entwickelten städtischen Förderkonzepte gewährleisten eine Planungssicherheit für Kreative und KünstlerInnen. Bisher wurde das Theater-Förderkonzept erfolgreich realisiert. Die Konzepte für Literatur und Interkulturelle Kunstprojekte wurden 2008 verabschiedet. Das Musikförderkonzept steht vor der Umsetzung. Die GRÜNEN forcieren die Entwicklung und Umsetzung der Konzepte für Bildende Kunst, Tanz, Film, Fotografie und Design.


Kulturelle Bildung

Jeder Mensch soll die Möglichkeit haben, seine eigene künstlerische Ausdrucksform zu entwickeln. Dazu gehört ein möglichst früher Zugang zu Musikinstrumenten, Umgang mit Farben und Formen, Theater und Tanz, Büchern und Film. Besonders wichtig sind uns künstlerische Angebote im Rahmen der Ganztagsschule.


Bibliotheken, Archive und das NS-Dokumentationszentrum

Die Bibliotheken, Mediatheken und Archive sind das kulturelle Gedächtnis einer Stadt. Pro Stadtbezirk muss es mindestens eine Stadtteilbibliothek geben. Wichtig sind hier besucherfreundliche Öffnungszeiten und ein Bücherangebot, das auch sprachlich der kulturellen Vielfalt Rechnung trägt. Lesungen und Schreibwerkstätten für Jugendliche und ein attraktiver Bücherbus runden das Angebot ab.


Im NS-Dokumentationszentrum soll das Zeitzeugen-Programm mit Nazi-Opfern weiter geführt werden. Der Innenhof als ehemalige Hinrichtungsstätte soll als Gedenkstätte und nicht als Parkplatz genutzt werden. Das NS-Dokumentationszentrum soll als eigenständige unabhängige Institution erhalten bleiben.

 

Vorhaben für die nächsten fünf Jahre GRÜNER Kulturpolitik

  • Freier Eintritt für alle in die ständigen Sammlungen der Museen

    Stärkung der Freien Szene durch transparente Weiterentwicklung und Umsetzung von Förderkonzepten für die einzelnen Kultursparten und Beinbeziehung der Kulturschaffenden

  • Verbesserung des Angebotes an günstigen Atelier- und Probenräumen

  • Förderung des internationalen Ausstellungsaustausches

  • Nischen für experimentelle, neue und progressive Kulturtrends vorsehen

    Einrichtung von Kulturbüros als kompetente Anlaufstelle für Kulturschaffende und Kreative

  • Unterstützung der Netzwerk-Bildung zwischen einzelnen Musikern, Spielstätten und Institutionen

  • Verstärkte Kooperationen der städtischen Bühnen mit der Freien Szene

  • Die Arbeitsbedingungen, Erschließung und Zugänglichkeit für das Böll-Archiv, das Archiv Kölner Autoren sowie das Historische Archiv werden verbessert

    Tanzhaus für die Freie Szene

    Verstärkte Kulturforderung in den Stadtbezirken


Erfolge GRÜNER Kulturpolitik

  • Erstellung der Förderkonzepte für die Freie Szene, z.B. Theater, Literatur und „Interkulturelle Kunstprojekte“

  • Einrichtung der Informations- und Bildungsstelle gegen Rechtsradikalismus

  • Freier Eintritt in die Kölner Museen für alle SchülerInnen, Jugendlichen unter 18 Jahren und KölnPass-InhaberInnen

  • Möglichkeit für alle Kölnerinnen und Kölner, einmal im Monat eintrittsfrei die Ständigen Sammlungen besuchen zu können

  • Kulturentwicklungsplan

  • Erhalt der Bühne der Kulturen

  • Musikfabrik in Köln

  • Fortführung des Zeitzeugenprogramms im NS-Dokumentationszentrum

  • Neueröffnung des Rautenstrauch-Joest-Museums

  • Stärkung der Kölner Designszene (Kölner Designpreis)

    Erhalt der Bühne der Kulturen in Ehrenfeld