Kommunalwahlprogramm der Kölner Grünen 2009-2014: Lesben, SChwule, Bisexulelle, Transgender

Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender

Köln soll Hauptstadt für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender bleiben. Insbesondere mit dem CSD haben sie eine überregionale, kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung. Diese Potenziale muss die Stadt selbstbewusst nutzen und entwicklen. Eine große Chance sich als tolerante schwul-lesbische Großstadt der Welt zu präsentieren bieten das Lesbenpfingsttreffen 2009 und die Gay-Games 2010.

Köln gilt als weltoffen und tolerant, dennoch sind auch in Köln Intoleranz, Diskriminierung und Herabwürdigung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern an der Tagesordnung. Unser Ziel ist es, dass sich kein Mensch auf Grund seiner sexuellen Identität verstecken muss. [In] der Stadtpolitik muss die Berücksichtigung von LSBT mitgedacht werden – QUEER-Mainstreaming als Querschnittsaufgabe.
Durch die von uns initiierte Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule, Transgender können deren Probleme sichtbar gemacht und deren Belange als Querschnittaufgabe überall berücksichtigt werden.

Lesbische und schwule Selbsthilfe- und Beratungsstellen leisten eine innovative und unverzichtbare Arbeit in der Präventions- und Gleichstellungsarbeit. Diese Arbeit werden wir stärken und weiter fördern.

Erfolge GRÜNER Lesben- und Schwulenpolitik

  • Einrichtung einer Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule, Transgender, die in allen relevanten Fachausschüssen des Rates vertreten ist
    Beitritt Kölns zur Charta der Vielfalt

  • Einrichtung je eines lesbischen und und eines schwulen Seniorennetzwerkes

  • Unterstützung bei der Aufarbeitung lesbischer und schwuler Stadtgeschichte.

  • Schaffung lesbisch-schwuler MigrantInnenprojekte

  • Unterstützung von lesbisch-schwulen Mehrgenerationen-Wohnprojekten

    Erhöhung der Haushaltsansätze in der Präventionsarbeit


Vorhaben für die nächsten fünf Jahre GRÜNER Lesben- und Schwulenpolitik

  • Finanzielle und organisatorische Unterstützung der Gay Games

  • Der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt soll durch ein Diversity Management ein entsprechendes Verwaltungshandeln folgen

  • Bedarfsgerechte Förderung und Ausbau der Beratungszentren, die mittlerweile Familienberatung im klassischen Sinn leisten, der Seniorennetzwerke und Selbsthilfegruppen, insbesondere der Migrantengruppen, deren Bedeutung und Aufgaben stark zunehmen. Förderung des schwul-lesbischen Jugendzentrums Anyway mit der dazugehörigen Beratungs- und Präventionsarbeit sowie die Sicherung  Arbeit der Youthworkstellen und der Aufklärungsarbeit an Schulen (Schlau-Projekt)

  • Vernetzung und zielgruppenspezifische LSBT-Politik für Lesben und Schwule im Alter, Lesben und Schwule mit Behinderung sowie Heranwachsende

  • Anprechpartner/in für LSBT in der Stadtverwaltung mit aktiver Beratung der BürgerInnen zum Antidiskriminierungsgesetz

  • Engere Kooperation zwischen KölnTourismus und freien Anbietern aus der lesbischen und schwulen Szene