Kommunalwahlprogramm der Kölner Grünen 2009-2014: Stadtentwicklung: Kompakt – Urban

 

Stadtentwicklung: Kompakt – Urban

Das Leitbild einer kompakten und urbanen Stadt bestimmt die grüne Stadtentwicklungspolitik. Köln ist eine wachsende Metropolregion. Daher werden wir weiterhin Strategien und Kriterien entwickeln, um dem Verwertungsdruck auf die freie Landschaft und die städtischen Grünbereiche zu begegnen. In den vergangenen Jahren konnten wir eine Reihe von Entwicklungen entscheidend beeinflussen und anstoßen.


Kompakt

Wenn auch Zersiedelung und Flächenverbrauch noch nicht gestoppt werden konnten, so wurden doch zahlreiche Wohnungsbauflächen mobilisiert und revitalisiert wie etwa das Reissdorfgelände oder der Kartäuser Wall.


GRÜNE Vorhaben zur Entwicklung einer kompakten Stadt

  • Verstärkte Nutzung von Industrie-, Bahn- und Militärbrachen sowie leerstehenden Gebäuden

  • Festlegung der Siedlungsränder sowohl der Kernstadt wie auch der dörflichen Stadtteile sowie sinnvolle Abrundungen der Bebauung

  • Festlegung und Schutz klimatisch wichtiger Freiräume, Erholungsgebiete, Grünzüge und Parks

  • Schaffung eines Finanzpools zur Erweiterung und Aufwertung von Grünflächen: Bei Erweiterung von Siedlungsflächen, ob für Gewerbe oder Wohnen, fließen die Grundstückserlöse der Stadt in einen Finanzpool fließen, aus dem entsprechende Flächen erworben werden.

  • Konsequenter Schutz von nicht versiegelter Fläche


    Erarbeitung eines Hochhauskonzepts für ganz Köln, das über das Höhenkonzept hinausgeht

    Vermeidung von Angsträumen bereits in der Planungsphase sowie die Verbesserung der derzeitigen Situation


Urban

Durch eine ausgewogene Mischung von Geschosswohnungen, Einfamilienhäusern, Miet- und Eigentumsobjekten und unterschiedlicher Wohnformen werden Wohnquartiere lebendiger. Sowohl Familien mit kleineren Kindern als auch SeniorInnen entdecken die Stadt wieder als Wohn- und Lebensraum. Diesen Trend unterstützen wir.


GRÜNE Vorhaben zu Stadtentwicklung Urban

  • Schaffung attraktiver öffentlicher Räume und Verbesserung ihrer architektonischen Qualität

  • Stärkere Berücksichtigung gestalterischer Gesichtspunkte bei der Planung des öffentlichen Raums: Öffentliche Werbung, Bänke, Beleuchtung etc. fügen sich dem Umfeld ansprechend ein und steigern somit die Qualität des öffentlichen Raums.

  • Erhaltung typischer Gebietscharakter und Stärkung der Ortsmittelpunkte: Dazu gehören der Schutz historischer Bausubstanz und der Erhalt der Vorgärten.

  • Wir fördern die Vergabe von Baugrundstücken an Baugruppen, um individuelleres Wohnen zu fördern.

  • Zur Beschleunigung der Baumaßnahmen wollen wir die Grundstückseigentümer an den Infrastrukturkosten stärker beteiligen.

  • Erarbeitung von Einzelhandelskonzepten mit dem Ziel, eine fußläufige Versorgung für alle bestehenden und zukünftigen Viertel zu gewährleisten und die Discounter auf der grünen Wiese mit ihren riesigen Parkplätzen zurückzudrängen.

  • Förderung von autofreiem und autoarmem Wohnen: Dazu gehört die Bereitstellung von mehr Raum für FußgängerInnen und RadfahrerInnen.

  • Gestaltung wichtiger städtebaulicher Achsen mit dem Ziel einer höheren Attraktivität für FußgängerInnen und RadfahrerInnen, z.B. DeutzerBrücke/Deutzer Freiheit, Ringe

  • Umsetzung des Masterplans Innenstadt sowie Erstellung und Umsetzung von Entwicklungskonzepte für andere Stadtteile, z.B. Porz und Rondorf


Erfolge GRÜNER Stadtentwicklungspolitik

    • Die Planung überdimensionierter Komplexe für den öffentlichen Wohnungsbau gehört der Vergangenheit an

    • Die Verdichtung bestehender Wohn- und Gewerbeflächen konnte vorangetrieben und damit dem Flächenverbrauch entgegengesteuert werden.

      Das Höhenkonzept schützt die Stadt vor baulichen Auswüchsen.

      Verbesserung der baulichen Qualität durch mehr städtebauliche Wettbewerbe.
      Größte autofreie Siedlung in Deutschland wird realisiert.