Gegen ein neues BraunKohlekraftwerk vor den Toren Kölns. Für einen Ausstieg aus der Kohlekraft und gelebte Klimagerechtigkeit.

Antragssteller*innen: Kathrin Henneberger

Unterstützende Antragssteller*innen: Antje Schäfer-Hendricks, Hans Schwanitz, Jonathan Sieger, Marc Kersten, Frank Jablonski

Wir leben in einer bereits ein Grad wärmeren Welt, in der die Klimakrise in den Ländern des globalen Südens grausame Realität geworden ist. Eine Welt, in der sich Wüsten ausbreiten, Wetterextreme häufiger und heftiger werden und Küsten im Meer versinken.
Deutschland hat mit der Unterzeichnung des Paris-Vertrages die 1.5 Grad als rote Linie anerkannt. Um diese nicht zu überschreiten müssen wir schleunigst aus der Kohlekraft aussteigen, wie auch die neuste Warnung des IPCC (UN-Weltklimarat) eindrücklich darlegt. Die Bundesregierung hat die notwendigen Schritte bisher willentlich versäumt und die neu gebildete Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ steht nun eigentlich vor der dringenden Notwendigkeit, der Klimakrise mit aller Macht entgegenzuwirken .
An Köln angrenzend beginnt das rheinische Braunkohletagebaugebiet und hier stehen die Braunkohlekraftwerke des Energiekonzerns RWE. Der Energiekonzern möchte dort, in Niederaußem, ein neues Kohlekraftwerk „BoAplus“ bauen. Vor zwei Jahren stellten die GRÜNEN auf Regionalratsebene den Antrag, dass RWE die Planungen für BoAplus einstellt und die verbindlich zugesagten Mittel der Landesregierung in Höhe von 3 Milliarden Euro in den Strukturwandel in der Region fließen. Der Antrag wurde von CDU, FDP und SPD abgelehnt.
Angesichts der Klimakrise ist es fatal und nicht zu rechtfertigen neue Kohlekraftwerke zu bauen, die über Jahrzehnte laufen würden, Millionen Tonnen von Kohlendioxid und anderen giftigen Stoffen ausstoßen, die schnellstmögliche Erreichung von 100% Erneuerbare Energien erschweren und die Bevölkerung in der Umgebung gesundheitlicher Gefährdung aussetzen. Rommerskirchen, Stommeln und Pulheim wären besonders stark von den Schadstoffen betroffen und auch die Luftqualität Kölns würde zusätzlich belastet.
Zum Beginn der Kohle-Kommission fordern die GRÜNEN Köln deshalb erneut einen Stopp des Kohlekraftwerkes BoAplus. Ein Ausstieg Deutschlands aus der Kohlekraft ist das einzig Richtige und er beginnt damit, dass wir keine neuen Kohlekraftwerke bauen. Die GRÜNEN Köln begrüßen außerdem die Bemühungen von Umweltschutzverbänden und Bürgerinitiativen, die BoAplus verhindern wollen. Wir stehen im Streit für Klimagerechtigkeit – für ein gutes Leben aller Menschen, hier und in den Ländern des Globalen Südens sowie für zukünftige Generationen- an ihrer Seite.

Links:
weact.campact.de/petitions/kein-neues-braunkohlekraftwerk-in-nrw
gruene-regionalrat.koeln/newsletter/schluss-mit-boaplus/