Antrag Ausbau Blaue Funken

Beschluss:

„Die Kölner Parks, Bäume und Alleen sind die grüne Lunge unserer Stadt. Spielflächen, Grünflächen zum Ausspannen, naturbelassene Landschaft, Frischluftschneisen und Wasserflächen führen dazu, dass die Menschen sich in einer Millionenstadt wie Köln wohlfühlen. Gut gepflegte Freiräume und Parks gelten inzwischen als wichtiger Indikator für die Attraktivität einer Stadt. All diese Grünanlagen sind außerdem enorm wichtig für das ökologische Klima und die Tier- und Pflanzenvielfalt in der Stadt. Der Schutz und die Erweiterung unserer städtischen Ökosysteme steht für uns im Mittelpunkt der Politik der kommenden Jahre. Hierzu gehören der Schutz des Inneren und Äußeren Grüngürtels und die Fortführung des Inneren Grüngürtels über das Großmarktareal und die angrenzende Brachfläche der ehemaligen Dombrauerei bis zum Rhein. Diese Grünflächen für Köln zu sichern, ist eine Jahrhundertchance. Auch der Äußere Grüngürtel hat eine hohe Bedeutung für die Lebensqualität in Köln. Daher wollen wir einige Vorschläge aus dem „Masterplan Grüngürtel Impuls 2012“ in den kommenden Jahren umsetzen. Die Bebauung von Grünanlagen in dicht besiedelten Stadtteilen lehnen wir ab.“ (Auszug Kommunalwahlprogramm 2014 S. 20)

Das gilt auch für den geplanten Ausbau der Blauen Funken/ Sachenturm (Kartäuserwall). Da der Ausbau in eine Grünfläche grundsätzlich nicht befürwortet wird sind auch Architektenwettbewerbe o. ä. kein zielführendes Instrument und sind auch für den fairen Umgang mit dem Verein kein sinnvolles Mittel, da sie falsche Signale senden.

Begründung:

Der Verein plant den Ausbau ausschließlich auf der Grundlage der Kostenersparnis und der Bequemlichkeit. Die bisher vorhandenen Räumlichkeiten können auf Grund der Struktur des historischen Gebäudes und der Altersstruktur des Vereins nicht optimal genutzt werden (bei manchen Räumen sind Treppen zu überwinden). Als ein Grund für den Neubau wird auch das traditionelle „Gänseessen“ genannt, das bisher in hochpreisigen Gaststätten und Hotels durchgeführt wird. Mit einem Neubau „auf der grünen Wiese“, könnten diese Kosten natürlich deutlich reduziert werden. Die neuen Räumlichkeiten sollen aber auch vereinsintern vermietet werden.

Bei der Planung ist keinerlei Mehrwert für die Stadtgesellschaft zu erkennen und sie stellt nach dem FC einen weiteren Dammbruch für eine Bebauung in Kölner Grünflächen dar. Es kann nicht GRÜNES Interesse sein, dass für private Interessen mehr und Mehr Grünflächen bebaut und versiegelt werden. Zudem wiederspricht es klar dem Kommunalwahlprogramm.