Katja Trompeter – Bewerbung als Kreisvorsitzende der Kölner Grünen

Hier die Bewerbung als PDF

 

Liebe Freundinnen und Freunde,

 

fast auf den Tag genau vor zwei Jahren habt Ihr mich als Vorsitzende der Kölner GRÜNEN gewählt – und nun bewerbe ich mich bei Euch für weitere zwei Jahre in diesem Amt. Rückblickend kann ich nur sagen: Es waren zwei abwechslungsreiche und spannende Jahre, die mich persönlich sehr bereichert haben. Ausblickend kann ich sagen: Ich habe auch weiterhin viel Respekt vor dieser Herausforderung, den zweitgrößten und stetig wachsenden Kreisverband der Kölner GRÜNEN an führender Stelle mitzugestalten. Und ich habe große Lust, diese Aufgabe in einem tollen Team und mit Eurer Unterstützung fortzuführen.

Die Erfahrungen, die ich seit meinem Parteieintritt vor über 10 Jahren sammeln durfte, will ich gerne dazu nutzen, den Kreisverband auch weiterhin gut aufzustellen und den Gestaltungsanspruch der GRÜNEN für eine wachsende Großstadt Köln in die Kölner Politik einzubringen. In den letzten Jahren habe ich bei vielen Wahlkämpfen, Aktionen und ungezählten Veranstaltungen mitgewirkt, sowohl Partei- als auch Kommunalpolitik immer besser kennengelernt und auch die eine oder andere politische „Untiefe“ durchlebt.

In den letzten Jahren haben wir bei den Kölner Grünen einigen Wandel erlebt – in Teilen ist dies auch ein Generationswechsel von langjährigen Aktiven hin zu neuen Gesichtern. Auch wenn solche Veränderungen natürlich sind, ist ein für alle Beteiligten zufriedenstellender Umgang damit nicht immer einfach. Ich meine, dass wir diesen Wandel bisher gut gemeistert haben und uns damit beispielsweise über unsere Personalentwicklungskommission auch aktiv auseinandergesetzt haben.

Und ja, ein Teil dieses Wandels ist unter weniger guten Umständen abgelaufen: Ausgehend von der „Börschel-Affäre“ mussten wir uns selbst kritisch hinterfragen und uns damit auseinandersetzen, wofür wir GRÜNE in dieser Stadt stehen, nämlich für Transparenz, Offenheit und einen anderen Politikstil, – und wofür nicht. Wir haben diese Debatte konstruktiv und mit einer großen Ernsthaftigkeit geführt. Mir hat es einmal mehr gezeigt, dass ich in einer Partei bin, die eine lebendige Debattenkultur pflegt und sich stetig weiterentwickelt. Ich hoffe, dass wir diesen Weg weiterhin konsequent beschreiten und trage gerne meinen Teil dazu bei.

Auch unsere Mitglieder haben sich verändert – und es sind vor allem sehr viel mehr geworden! Ich sehe es als eine wesentlichen Aufgabe des neuen Kreisvorstandes an, die Strukturen der Kölner GRÜNEN an eine weiter wachsende Partei anzupassen. Wir haben in den letzten Jahren unsere Angebote für die Mitglieder ausgebaut, das Angebot der Kreisgeschäftsstelle erweitert und eine Professionalisierung z.B. in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit angestoßen. Diese Ansätze würde ich gerne mit und für Euch weiter ausbauen.

Die nächsten knapp zwei Jahre bis zur Kommunalwahl im Herbst 2020 werden sehr wichtig für uns Kölner GRÜNE. Bundesweit liegen wir in einem Aufwärtstrend und wollen auch in Köln möglichst viele Bürger*innen von unseren Politikangebot überzeugen. Dies zu formulieren und dabei aus Euren Ideen zu schöpfen, darauf will ich mich in nächster Zeit vor allem konzentrieren. Ich habe mich deshalb bereit erklärt, die Federführung für die Planung des Kommunalwahlkampfes zu übernehmen. Wichtig ist mir dabei, eine intensive Debatte darüber zu führen, wie wir in dieser Stadt Grüne Politik gestalten wollen und dabei auch die Partei näher an die Diskussion der großen Linien in der Stadtpolitik heranzurücken. Ich sehe es als eine wesentliche Rolle des Kreisvorstandes an, den Prozess für ein Grünes Kommunalwahlprogramm zu moderieren und dabei auch selbst politische Akzente zu setzen.

Und wir dürfen gerne selbstbewusst sein und stark auftreten! Neben allen Kompromissen im Tagesgeschäft müssen wir klar unsere Kernanliegen setzen und konstruktiv in Sachdebatten verteidigen. Mit diesem klaren Gestaltungswillen müssen wir auch in die Kommunalwahl gehen. Der heiße, trockene Sommer und die Debatte um den Hambacher Forst – die richtigerweise zu einer Debatte über die Klimapolitik im Allgemeinen wurde – sowie die jüngsten Grünen Wahlerfolge haben gezeigt, dass wir das richtige Angebot machen können. Eine wachsende Stadt wie Köln steht vor vielfältigen ökologischen Herausforderungen. Köln muss grüner werden! Eine zukunftsfähige Mobilität ist da ein wesentliches Handlungsfeld für uns. Die in der letzten Zeit entstandenen neuen Verbesserungen im Radverkehr dürfen da nur ein guter Anfang sein – unsere Messlatte muss aber höher liegen, wir müssen uns an Kopenhagen oder unserer Partnerstadt Rotterdam orientieren, um die Verkehrswende für Köln voranzubringen. Als Partei können wir diese Debatte freier führen und damit unsere Grüne Fraktion sowohl entlasten als auch gezielt mit dem Meinungsbild aus der Partei versorgen. Der Kreisvorstand sollte diesen Austausch moderieren und sicherstellen.

Ein wichtiges Anliegen ist mir aber auch das Zusammenleben in der Stadt und eine lebendige öffentliche Diskussion darum. Hier bereiten mir die oft hasserfüllten Parolen von AfD und Co. Sorgen, auch wenn die rechten Wahlergebnisse in Köln nicht so hoch sind wie anderswo. Sorgen wir dafür, dass es so bleibt und stellen wir uns den Parolen der Populist*innen weiterhin konsequent entgegen! Als wachsende Stadt müssen wir auch gegen die Gefahr sozialer Spannungen und ein Auseinanderdriften insbesondere von „Arm“ und „Reich“ entgegenwirken, die soziale Infrastruktur erhalten und bezahlbaren Wohnraum bereitstellen. Demokratie muss sich auch immer vor der eigenen Haustür bewähren. Auch deshalb müssen wir dafür sorgen, dass wir engagierte Vertreter*innen im Rat und den Bezirksvertretungen gewinnen können.

Grüne Inhalte nach vorne bringen und unsere wachsende Partei gestalten – dafür will ich mich in den nächsten beiden Jahren weiter einsetzen. Dafür braucht es ein engagiertes Vorstandsteam – und Euch! Lasst uns die anstehenden Aufgaben gemeinsam angehen. Dafür bitte ich Euch bei der anstehenden Wahl auf der Kreismitgliedersammlung um Euer Vertrauen.

Mit Grünen Grüßen,

Katja

 

Zur Person:

·         Geboren 1975 in Reutlingen

·         Studium der Politik- und Literaturwissenschaft sowie Business Administration in Tübingen und Lüneburg

·         Senior Projektleiterin einer Consultinggesellschaft im Umfeld des öffentlichen Dienstes

·         Wohnhaft in Deutz

·         Begeisterte Fahrradfahrerin

·         Grünes Mitglied seit März 2008

­    Bisherige Ämter: Beisitzerin im KV-Vorstand, Mitglied im Ortsvorstand Innenstadt / Deutz, Sprecherin des Arbeitskreises Demokratie und Recht

­    Aktuelle Ämter (Stand: 20.10.2018): Kreisvorsitzende, LPR-, LDK- und BDK-Delegierte

·         Weitere Mitgliedschaften: Deutz Kultur, Deutscher Alpenverein – Sektion Rheinland-Köln, taz-Genossin, Alumni-Vereine an den Universitäten Tübingen und Lüneburg