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Umbenennung Radstadion in Albert-Richter-Velodrom

Ratsfraktion
Veröffentlicht am: 16. März 2021

Zur Beratung des Bürgerantrags, das Radstadion in Müngersdorf in Albert-Richter-Velodrom zu benennen, erklärt Max Christian Derichsweiler, Vorsitzender des Ausschusses für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden: „Der Bürgerantrag zeigt, wie aktiv unsere Stadtgesellschaft ist und wie sich Bürgerinnen und Bürger in Köln und für Köln engagieren. Die Umbenennung des Radstadions ehrt das Ansehen des Namensgebers und setzt ein Zeichen für lebendige Erinnerungskultur und gegen Rechts. Der Ausschuss war sich in dieser Bewertung des Bürgerengagements absolut einig.“

Zur Beratung des Bürgerantrags, das Radstadion in Müngersdorf in Albert-Richter-Velodrom zu benennen, erklärt Max Christian Derichsweiler, Vorsitzender des Ausschusses für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden:

„Der Bürgerantrag zeigt, wie aktiv unsere Stadtgesellschaft ist und wie sich Bürgerinnen und Bürger in Köln und für Köln engagieren. Die Umbenennung des Radstadions ehrt das Ansehen des Namensgebers und setzt ein Zeichen für lebendige Erinnerungskultur und gegen Rechts. Der Ausschuss war sich in dieser Bewertung des Bürgerengagements absolut einig.“


Hinweis zu Albert Richter und Nationalsozialismus:

Geboren wurde Richter 1912 in Köln Ehrenfeld. Er galt Anfang der 1930er Jahre als Ausnahmetalent im  Radsport. Im Alter von 19 Jahren gelang ihm 1932 der Sprung vom Amateur zu Profisportler. Er gewann ohne Unterbrechung von 1933 bis 1939 die Deutsche Meisterschaft der Sprinter und wurde zweimal Vizeweltmeister. Auch den Grand Prix de Paris konnte er dreimal für sich entscheiden.

Richter war zudem ein engagierter Antifaschist. Er verweigerte bei Turnieren den Hitlergruß und trat mit dem Reichsadler anstelle des Hakenkreuzes auf dem Trikot auf. Er hielt weiterhin zu seinem jüdischen Manager und Trainer Ernst Berliner, auch, als Juden aus dem "arischen" Sportbetrieb ausgeschlossen waren.

1940 wurde er an der Schweizer Grenze beim Versuch verhaftet, Geld für einen jüdischen Freund zu schmuggeln – am 2. Januar 1940 starb er im Lörracher Gefängnis. Eine Ermordung durch die Gestapo gilt heute als sehr wahrscheinlich.

Richter wurde lange Zeit weder als NS-Opfer anerkannt noch in irgendeiner Form rehabilitiert. Die postume Anerkennung in Westdeutschland begann erst Ende der 1980er Jahre mit einem Dokumentarfilm über ihn.

Köln, 16.03.2021

Verantwortlich: Lino Hammer, Fraktionsgeschäftsführer


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