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Neues Stipendienprogramm: Köln wird sicherer Hafen für Menschenrechtsverteidiger*innen

Ratsfraktion
Veröffentlicht am: 24. Januar 2022

Das Gestaltungsbündnis Grüne, CDU und Volt fordert zusammen mit weiteren Fraktionen die Stadtverwaltung auf, ein Stipendium für in ihrer Heimat gefährdete Menschenrechtsverteidiger*innen einzuführen. Damit soll die Stadt Köln anderen deutschen und europäischen Städten mit ähnlichen Programmen folgen. Das Ratsbündnis hat 100.000 Euro dafür im laufenden Haushaltsjahr bereitgestellt.

Pro Jahr sollen durch das Stipendium zwei Menschen aus dem Ausland für maximal 12 Monate in Köln leben und arbeiten können. Menschen, die sich in ihren Heimatländern zum Teil unter Lebensgefahr für die Menschenrechte einsetzen, erhalten so einen geschützten Rahmen, um sich zu erholen, mögliche Traumata zu bewältigen, ihre weitere Arbeit zu planen und sich mit anderen Gruppen zu vernetzen. Die Stadt Köln übernimmt ihre Wohn- und Lebenskosten, unterstützt sie fachlich und beim Austausch mit anderen Gruppen.

Zum Bündnisantrag: https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=859647&type=do

Andreas Wolter, GRÜNEN-Ratsmitglied und Bürgermeister der Stadt Köln, sagt:
„Mit diesem Stipendienprogramm übernehmen wir Verantwortung für die, die sich mit vollem Einsatz für den Schutz der Menschenrechte starkmachen. In einer Zeit, in der Menschenrechte an vielen Orten der Welt mit Füßen getreten werden, zeigt Köln Haltung.“

Felix Spehl, Sprecher im Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales, sagt: „Mit dem neuen Stipendium unterstützen wir Menschen, die in ihrer Heimat für Rechtsstaatlichkeit, Freiheit und Menschenrechte eintreten und deswegen von ihrem Staat verfolgt werden. Wir setzen damit ein Zeichen für unsere freiheitlich-demokratischen Grundwerte und machen deutlich, dass wir unsere menschenrechtliche Verantwortung ernst nehmen.“

Isabella Venturini, Volt-Ratsmitglied und Integrationspolitische Sprecherin, ergänzt:
„Wer Menschenrechte schützt, braucht oft selbst Schutz. Wir möchten den Menschen, die sich für ihre Mitmenschen stark machen, in unserer Stadt Wertschätzung und einen sicheren Ort bieten.“


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