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Eisbahn im Stadion: Veranstalterinnen müssen Energieverbrauch so gering wie möglich halten und Emissionen kompensieren

Ratsfraktion
Veröffentlicht am: 23. November 2022

Der Rat der Stadt Köln hat am 9. Juli 2019 angesichts der dramatischen Folgen der Klimakrise den „Klimanotstand“ erklärt. Das bedeutet: Die Stadtverwaltung muss dafür sorgen, dass klimaschädliche Treibhausgase in unserer Stadt stark gesenkt werden. Vor diesem Hintergrund blickt die GRÜNEN-Ratsfraktion mit Sorge auf die geplante Eisbahn, die vom 3. Dezember bis zum 8. Januar im Rheinenergie-Stadion betrieben werden soll.

Die Kölner Haie möchten die Eisbahn für drei Eishockey-Spiele am 3. und 22. Dezember sowie am 8. Januar nutzen, in der Zwischenzeit soll die Bahn für verschiedene öffentliche Nutzungen angeboten werden. Vgl. Pressemitteilung der Kölner Haie: https://www.haie.de/news/haie-spiele-im-rheinenergiestadion-eisflaeche-wird-vielseitig-genutzt/

Da die Planungen bereits abgeschlossen sind, fordern wir als GRÜNEN-Fraktion im Kölner Rat die Veranstalterinnen auf, nun alles dafür zu tun, um den Energieverbrauch so klein wie möglich zu halten. Die zwangsläufig entstehenden erheblichen Treibhausgasemissionen sollten nach Goldstandard kompensiert werden.[1]

Fest steht: Eine so große, zusätzliche Eisfläche in unserer Stadt, die einen Monat lang künstlich – mittels Generatoren – erhalten werden muss, wird die Kölner Klimabilanz zusätzlich belasten. Angesichts der dramatischen Folgen der Klimakrise global und auch für unsere Stadt, müssen Ausrichter*innen ernsthaft Alternativen für solche energieintensiven Großevents prüfen oder zumindest die Klimafolgen möglichst klein halten. So können sie Verantwortung für die Zukunft der jungen Generation übernehmen.

Die GRÜNEN-Ratsfraktion ist eine Partnerin des Kölner Breitensports und unterstützt auch den Eishockey-Sport als wichtigen Teil davon. Der Lentpark bietet im Winter viel Möglichkeit für Eislauf und Eishockey für alle Menschen in Köln. Für die nun geplante Einrichtung einer zusätzlichen, öffentlich nutzbaren Eisbahn hätten aber in Abstimmung mit der Eishockey-Liga andere, klimaschonendere Formate auf bestehenden Eisbahnen jenseits des Rheinenergie-Stadions gefunden werden müssen.

Auch die Kölner Sportstätten GmbH als Betreiberin des Rheinenergie-Stadions hätte in Zeiten des Klimanotstands sensibler mit diesem energieintensiven Großevent umgehen und frühzeitig Alternativpläne von den Veranstalter*innen einfordern müssen. Die städtische Tochtergesellschaft kann viel für die Senkung des Kölner Klimafußabdrucks beitragen. Hierfür gibt es zahlreiche Lösungswege. Die Klimakrise fordert uns auf, sie konsequent zu nutzen. Ein wichtiger Beitrag bestünde darin, endlich die Produktion von klimafreundlichem Solarstrom auf den verfügbaren Flächen des Rheinenergie-Stadions voranzutreiben.


[1] Vgl. https://www.goldstandard.org/


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