Essen ist mehr als satt zu werden! Grüne wollen mehr frisch gekochtes Essen in Kitas

14.03.17 | Ratsfraktion, Jugend & Schule, Gesundheit, Pressemitteilung

Die gesunde Ernährung unserer Kleinsten ist ein elementar wichtiger Baustein in der Erziehung und Bildung. Sowohl das Essverhalten an sich als auch die Geschmacksbildung und ein gutes Körpergefühl werden in der frühen Kindheit für das ganze weitere Leben geprägt. Je mehr ein Kind über die Herstellung und den natürlichen Geschmack der Lebensmittel erfährt und gelernt hat, desto kritischer und bewusster ist es später als erwachsener Konsument. Viele Kinder können heute Obst- oder Gemüsesorten in ihrer Ursprungsform nicht mehr erkennen.

Svenja Rabenstein, jugendpolitische Sprecherin der GRÜNEN im Kölner Rat: „Wir wollen, dass die Kinder mehr frisch zubereitetes statt hauptsächlich angeliefertes Essen in den Kitas erhalten. Sie sollen mit allen Sinnen genießen lernen, hautnah erfahren, wie die Zutaten für ein Essen aussehen, wie sie im Ursprung schmecken und was man daraus machen kann.“ Gutes Essen erzeugt Wohlbefinden. Dabei spielt es auch eine Rolle, die Zubereitung mitzubekommen, den Appetit anregenden Essensduft in der Einrichtung wahrzunehmen, direkte Rückmeldung geben zu können, ob es geschmeckt hat oder was anders gemacht werden soll. „Natürlich sind die Räumlichkeiten für frisches Kochen in der Kita aktuell nicht überall optimal.“, ergänzt Ratsmitglieder 2014 bis 2020Kirsten Jahn, Fraktionsvorsitzende der grünen Ratsfraktion. „Aber es gibt Einrichtungen, in denen früher bereits gekocht wurde und die sich ohne großen Aufwand aufrüsten lassen. Wir wollen die vorhandenen Potentiale ausschöpfen und die Wünsche der Einrichtungsteams und Eltern berücksichtigen.“

„Mit unserem auf der breiten Basis von 5 Fraktionen und Gruppen (CDU, GRÜNE, LINKE, FDP, GUTe) gestellten Antrag wollen wir unter Einbeziehung von Kölner Ernährungsrat und Stadtelternrat auf möglichst kurzem Weg Kitas, deren Räumlichkeiten geeignet sind, den Weg öffnen, frisches Essen in die Kitaplanung einzubauen, um keine Fastfood-Generation heranzuziehen. Ein Modellversuch, wie ihn die SPD vorschlägt, ist aus unserer Sicht nicht zielführend. Wir wissen um die pädagogischen Vorteile von frischem Kochen und brauchen dafür keine wissenschaftliche Untersuchung, die der Ernährungsrat auch gar nicht leisten könnte. Zudem wäre ein Modellversuch nur für eine Hand voll Kitas ein Gewinn, für über 200 weitere Einrichtungen aber würde er Stillstand bedeuten.“, so abschließend Svenja Rabenstein.

 

Köln, 14. März 2017

Verantwortlich: Jörg Frank, Fraktionsgeschäftsführer