Mehr Natur- und Artenreichtum im städtischen Wald!

12.12.17 | Ratsfraktion, Pressemitteilung

Wichtiger Beitrag zu Biodiversität und Förderung der Artenvielfalt 

"Wir wollen der Natur mehr Raum geben. Die Maßnahmen erhöhen die Biodiversität ohne zusätzliche Ausgaben.“, erklärt Gerd Brust, umweltpolitischer Sprecher der grünen Ratsfraktion, zum jüngsten Ausschussbeschluss.

In den nächsten Jahren soll die Kölner Fläche, in der sich der Wald natürlich entwickeln kann, von 5% auf über 15% verdreifacht werden. Dies hat der Umweltausschuss am 07.12.2017 unter der etwas sperrigen Überschrift „Forsteinrichtungswerk für den Waldbesitz der Stadt Köln - Flächenkonzept Referenzflächen beschlossen. Grundlage für diese Beschlussvorlage der Verwaltung war ein gemeinsamer Antrag von GRÜNEN und CDU vom Februar 2017.

Diese Naturwaldentwicklungsflächen sind Waldflächen, die sich ungestört von menschlichen Eingriffen entwickeln. Wald, der ohne Einfluss des Menschen wachsen kann, entwickelt sich langfristig zu einem ausgesprochen artenreichen Lebensraum. Insbesondere abgestorbene Bäume, das sogenannte „Totholz“, ist dabei Lebensraum für viele Tier-, Pilz- und Pflanzenarten. Die natürliche Verjüngung des Waldes bietet gleichzeitig einen reichen Lebensraum für viele Arten und bildet einen standortgerechten, an den Klimawandel angepassten Wald.

"Insgesamt 15 % der städtischen Waldflächen, etwas mehr als 500 ha, können sich nun ungestört als Naturwald entwickeln. Der Mensch wird hier nicht mehr eingreifen. Im dicht besiedelten Mitteleuropa fehlen solche ‚Urwälder‘, da Wald wirtschaftlich genutzt wurde und somit den menschlichen Nutzungsansprüchen genügen musste. Mit diesen Maßnahmen  kommt Köln seiner Verantwortung für den Umwelt- und Naturschutz nach und leistet einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität und zur Förderung der Artenvielfalt.“, erläutert Gerd Brust die positive ökologische Wirkung des Vorhabens.

 

Köln, 12. Dezember 2017
verantwortlich: Jörg Frank, Fraktionsgeschäftsführer