Öffentliche Sicherheit und Belebung des Ebertplatz: „Holen wir uns den Ebertplatz zurück!“

16.11.17 | Ratsfraktion, Stadtentwicklung, Kunst & Kultur

In der aktuellen Kontroverse zur Situation auf dem Ebertplatz und der Ebertplatz-Passage lehnen die GRÜNEN eine Entmietung der Ladenlokale und das Zumauern der unterirdischen Passage als hilflosen Aktionismus ab.

„Ein durchdachtes Vorgehen erwarten wir zuallererst von der Kölner Polizeiführung. Es ist ihre Aufgabe Kriminalität zu bekämpfen und öffentliche Sicherheit zu schaffen. Ein nachhaltig wirkungsvolles Vorgehen zur Auflösung dieses Kriminalitätsschwerpunkts, das auch die Nebenwirkungen im Blick hat, kann nur von der Polizei in Ordnungspartnerschaft mit der Verwaltung sowie mit Unterstützung von Streetworkern Erfolg haben. Darüber hinaus ist nun ein Interimskonzept bis zur Neugestaltung des Platzes notwendig, da diese erst in einigen Jahren Gestalt annehmen kann. Dies sollte in erster Linie durch künstlerische und kulturelle  Impulse erreicht werden. Deshalb wollen wir das Engagement und die Ideen der Atelier-Betreiber und Kunstschaffenden aufgreifen, damit ein tragfähiges Konzept entstehen kann. Natürlich sind auch gastronomische Nutzungen auf dem Platz, z.B. im Sommer, denkbar.“ erklärt Jörg Frank, gewähltes Ratsmitglied für den Bezirk Altstadt Nord II, Neustadt Nord II.

Brigitta von Bülow, kulturpolitische Sprecherin, ergänzt: „Durch unsere Initiative wurden 2014 die leer stehenden Ladenlokale an Galerien als Zwischennutzung für Kunsträume zu reduzierter Miete vergeben. Damit wollten wir durch Förderung von Kunst und Kultur den Ebertplatz als öffentlichen Raum wieder beleben. Das hat sich bewährt. Das wollen wir nun erweitern. Wenn sich Bürgerinnen und Bürger den „Unort" Ebertplatz wieder kreativ aneignen, hilft dies auch Verwahrlosung und Kriminalität entgegenzuwirken.“

Köln, 16. November 2017

verantwortlich: Jörg Frank, Fraktionsgeschäftsführer