Ost-West-Achse: Entscheidung nach hitziger Ratsdebatte

19.12.18 | Ratsfraktion, Verkehr, Pressemitteilung

In der letzten Ratssitzungen des Jahres wurde heftig gestritten. Die Entscheidung, ob das Kernstück der Ost-West-Achse oben oder unten für 90m-lange Straßenbahnen gebaut wird, erhitzte alle Gemüter. Der Rat war, genau wie die Kölnerinnen und Kölner, gespalten. Nach einer geheimer Abstimmung über den gemeinsamen Änderungsantrag von CDU, Grünen und der Ratsgruppe GUT, die die SPD beantragt hatte, konnte sich der wegweisende Kompromiss, erst einmal mehr Fakten zu den beiden Varianten „Oben“ oder „Unten“ zu gewinnen, durchsetzen.

Wir sehen nach wie vor in dem oberirdischen Ausbau der Ost-West-Achse die schnelle, barrierefreie und städtebaulich sinnvollste Option. Und genau dies wurde  in dem vorliegenden Änderungsantrag beschlossen. Im ersten Schritt werden zur Kapazitätserhöhung Expressbusse entlang der Linie 1 eingesetzt. Im zweiten Schritt erfolgt die oberirdische Ertüchtigung der bestehenden Haltestellen entlang der Ost-West-Achse, damit die 90m langen Bahnen dort bereits 2024 fahren können. Damit dies reibungslos geschehen kann, wird das oberirdische Parken in dem engen Innenstadtbereich untersagt und der Stadtraum zugunsten einer besseren Aufenthaltsqualität und des Umweltverbundes neugestaltet. Die Verwaltung soll in der Zwischenzeit eine vertiefte Planung einer oberirdischen und einer unterirdischen Planung vorlegen. Ob die Tunnelvariante bei der Berücksichtigung aller Kosten, vor allem auch der notwendigen archäologischen Grabungen im Bereich des Neumarkts, dann noch förderfähig ist, werden wir 2024 wissen. Auf jeden Fall wird es erstmal die so notwendige Kapazitätserhöhung auf der Ost-West-Achse rein oberirdisch und so schnell wie möglich geben.