Rat beschließt „Lebenslagenbericht für Köln“: Wir brauchen Daten für eine wirkungsvolle Sozialpolitik

15.02.17 | Ratsfraktion, Pressemitteilung, Soziales

Auf grüne Initiative hat der Rat am 14. Februar den von CDU, GRÜNE und GUT eingebrachten Antrag zur „Erstellung eines Kölner Lebenslagenberichtes“ gegen die Stimmen von Linke, FDP und Piraten beschlossen.

Der nun erteilte Auftrag an die Verwaltung geht über die früheren Sozialberichte hinaus. Der letzte Sozialbericht wurde 2005 veröffentlicht.

Neben der Erhebung, Aufbereitung und Bereitstellung von Daten über Ausmaß und Entwicklung von Armut und Reichtum wird nun auch die Lebenszufriedenheit der Menschen in Köln so ermittelt, dass auch sozialräumliche Aussagen möglich sind. Der Lebenslagenbericht soll beginnend mit dem Jahr 2016 erstellt werden und im Abstand von fünf Jahren fortgeschrieben werden.

„Sozialplanung auf Basis regelmäßig aktualisierter Fakten ist in einer Stadt wie Köln unverzichtbar. Oberbürgermeisterin Reker unterstützt diesen Antrag und möchte für die Umsetzung auch externe Unterstützung von Fachleuten der Kölner Hochschulen gewinnen. Das begrüßen wir.“, erklärt Marion Heuser, sozialpolitische Sprecherin der grünen Ratsfraktion.

Der demographische Wandel, Langzeitarbeitslosigkeit mit den Folgen der Kinder- und Altersarmut, die Notwendigkeit für die humane Unterbringung von Geflüchteten und die Schaffung von preiswertem Wohnraum sind große kommunalpolitische Herausforderungen.

„Wenn wir ziel- und wirkungsorientierte Sozialpolitik vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage umsetzen wollen, dann brauchen wir eine gute Datenbasis, die über Bedarfs- und Lebenslagen informiert. Vor allem aber müssen wir wissen, ob die bisher auf den Weg gebrachten Programme und Konzepte die Lebensbedingungen der Menschen tatsächlich verbessern und von den Menschen auch wahrgenommen werden“, so Marion Heuser, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion.

Köln, 15. Februar 2017
verantwortlich: Jörg Frank, Fraktionsgeschäftsführer

Anlage: Ratsantrag Erstellung eines Kölner Lebenslagenberichts