Porz/Poll

Quadratur der Entscheidungsfindung – Beispiel Bauvorhaben „Lager Lind“

Kreisverband
Veröffentlicht am: 12. August 2020

Woran orientieren sich die GRÜNEN in der Bezirksvertretung Porz bei Vorhaben wie der Bebauung des „Lager Lind“?

Solchen Vorhaben unbesehen zuzustimmen, weil die Wohnungsnot verkleinert wird, wäre zu einfach. Unter den Gesichtspunkten Nachhaltigkeit, soziale und ökologische Verantwortung werden von uns entsprechende Vorlagen der Stadtverwaltung bewertet. Diese mehrdimensionale Sicht und damit „Verkomplizierung“ von Planung und Umsetzung mag lästig sein – aber nur so werden wir den Ansprüchen von Wohnungssuchenden, bestehender Einwohnerschaft, Natur und Ökologie sowie nachhaltiger Stadtentwicklung angemessen gerecht.
Ende August 2020 befasst sich die Bezirksvertretung Porz im Vorfeld des Stadtentwicklungsausschuss (der dann beschließt) mit der Aufstellung des Bebauungsplans für 800 Wohneinheiten am Standort „Lager Lind“.
Hinsichtlich der geplanten Öffentlichkeitsbeteiligung – an der maßgeblich die Einwohnerschaft Interesse haben dürfte – plädieren wir auch unter Coronabedingungen für eine andere Beteiligungsform als  wie vorgesehen nur durch „Aushang“.
Bereits jetzt werden wir Fragen stellen zum ÖPNV, der spürbar verbessert werden muss. Mit Blick auf das bereits bestehende Verkehrsaufkommen plädieren wir für Wohnungsangebote, wie sie schon in anderen Kölner Veedeln bestehen, z.B. Mieter zu bevorzugen, die auf ein Auto verzichten. Dort, wo wie in Lind die Nahversorgung bereits unzureichend ist, muss angesichts hinzukommender Bedarfe dringend ein entsprechendes Angebot gesichert werden – genauso wie die parallele Errichtung von KiTa- und Schulkapazität.
Bestmögliche Ausgleichsmaßnahmen müssen für unvermeidbare Eingriffe in den Baumbestand geschaffen werden. Es reicht als ökologische Maßnahme nicht aus, den Fledermäusen eine neue Heimat anzubieten. Klimaneutrale Bauweise ist auch bei „Lager Lind“ für uns ein Muss.
So versuchen wir, die Interessen der Bürger*innen, der Wohnungssuchenden, der Natur und Umwelt und der nachhaltig wirtschaftenden klimaneutralen Stadt unter den grünen Hut zu bekommen.