Ehrenfeld

GRÜNES Programm für den Stadtbezirk Köln-Ehrenfeld 2014-2020

Wir GRÜNE setzen uns seit vielen Jahren konsequent für gesunde und attraktive Lebensbedingungen im dicht besiedelten Stadtbezirk Ehrenfeld ein. Wir werden auch weiterhin dafür kämpfen, dass Ehrenfeld GRÜNER wird. 

  • Fußgänger-, Radverkehr und ÖPNV müssen gestärkt werden, damit weniger Autos fahren und die Luft besser wird. 
  • Tempo-30-Zonen oder Fahrradstraßen sollen zur Lärmminderung beitragen. 
  • Bei öffentlichen Bauvorhaben sind strenge Klimaschutzkriterien zu berücksichtigen. 
  • Wohngebiete sollen menschenfreundlich gestaltet sein und brauchen mehr Spiel- und Freiflächen – statt Parkplätzen. 
  • Neue Bebauungen begrüßen wir vorrangig auf innerstädtischen Brachflächen in guter Mischung aus Wohnen und Gewerbe. 
  • Grünflächen wollen wir erhalten, schützen und schonend pflegen – auch als Lebensräume für Tiere und Pflanzen. 
  • Alle fehlenden Bäume müssen nachgepflanzt werden; neue Baumstandorte müssen geschaffen werden. Bevor ein Baum gefällt wird, muss sicher sein, dass es wirklich keine Möglichkeit gibt, ihn zu erhalten. Für gefällte Bäume sind vor Ort neue zu pflanzen und nur in Ausnahmen Ausgleichszahlungen zu leisten. 
  • Urban-Gardening-Projekte und die Bepflanzung von Baumscheiben wollen wir fördern. 

Für besseren Verkehr 

Unser Verkehrskonzept möchte FußgängerInnen, FahrradfahrerInnen und dem ÖPNV Vorrang geben. Sie brauchen mehr Raum, denn die Stadt gehört den Menschen, nicht den Autos! Wo heute Pkw fahren oder parken, könnten morgen Kinder spielen oder NachbarInnen Verzällcher halten. Der autofreie „Tag des guten Lebens“ hat gezeigt, wie die Lebensqualität für die meisten Menschen steigt, wenn ein Großteil der Autos von unseren Straßen verschwindet. 

Wir setzen uns deshalb für ein Parkraumkonzept im Stadtteil Ehrenfeld ein. Die Neuordnung und Bewirtschaftung der Parkplätze ist hier dringend nötig. Aus unserer Sicht kann das Einführen von Bewohnerparken zu einer wesentlichen Entlastung des Parkdrucks beitragen. In der Folge werden auch Feuerwehrzufahrten, Fuß- und Radwege weniger zugeparkt. 

Wir wollen außerdem mehr Spielstraßen und mehr Shared-Space-Zonen, in denen alle VerkehrsteilnehmerInnen sich gleichberechtigt bewegen und aufhalten können. Carsharing-Angebote gilt es im gesamten Stadtbezirk zu fördern und auszubauen. 

Gut zu Fuß 

Damit die EhrenfelderInnen sich zu Fuß bequem und sicher durch die Veedel bewegen können, setzen wir uns dafür ein, dass Ampelschaltungen an die Bedürfnisse der FußgängerInnen angepasst werden und dass es genug Zebrastreifen gibt. 

Sicher mit dem Rad 

Um RadfahrerInnen bessere Bedingungen zu bieten, wollen wir Folgendes erreichen: 

  • Einbahnstraßen sollen für den Radverkehr geöffnet werden. 
  • Das Fahrradwegenetz muss ausgebaut und verbessert werden; Radwege sollen auf die Straße verlegt und deutlich markiert werden. 
  • Mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder – auch mit Auflademöglichkeiten für E-Bikes und als abschließbare Boxen – sollen geschaffen werden.
  • Am Ehrenfelder Bahnhof soll ein Fahrradparkhaus errichtet werden. 
  • Geeignete Straßen im ganzen Stadtbezirk sollen als Fahrradstraßen, auf denen der Radverkehr Vorrang hat, ausgewiesen werden. 

Schnell mit Bus und Bahn 

Damit für alle Menschen im Stadtbezirk die ÖPNV-Angebote ein komfortabler Baustein im individuellen Mobilitäts-Mix sind, haben wir diese Ziele: 

  • Die Verlängerung der Linie 3 bis zum Görlinger Zentrum soll endlich realisiert werden. 
  • Ein S-Bahn-Haltepunkt in Bocklemünd soll eingerichtet werden. 
  • In Stoßzeiten und ab 23 Uhr sollen die Linien 5 und 13 öfter fahren. 
  • Die Fahrpläne von Bus und Bahn sollen besser aufeinander abgestimmt werden. 
  • Alle Haltestellen sollen barrierefrei sein.