16.04.12 –
Am Montag, dem 16. April 2012 diskutierten Künstler und Kreative mit der Bundestagsabgeordneten Kerstin Müller und dem NRW-Landespolitiker Arndt Klocke in einem Werkstattgespräch das stark umstittene Thema Urheberrecht im Betahaus. Auch die kulturpolitische Sprecherin der GRÜNEN Bundestagsfraktion Agnes Krumwiede war da.
Das Thema Urheberrecht ist nicht erst seit ACTA heiß diskutiert. Begriffe wie Verwertung, Lizenzen, Copyright, künstlerische Freiheit, geistiges Eigentum, Kostenloskultur, Kulturflatrate etc. gehen wild durcheinander. Bei der letzten Bundesdelegiertenkonferenz der GÜRNEN in Kiel gab es ebenfalls eine Kontroverse innerhalb der Partei zu den Laufzeiten des Urheberrechts.
Die GRÜNEN in Köln, der größten Medienstadt in NRW, sehen es als ihre Aufgabe, mit GesprächspartnerInnen aus dem Bereich Urheberrecht und Leistungsschutzrecht ins Gespräch zu kommen, um sich ein Bild über die Konsequenzen einer möglichen Reform des Urheberrechts zu machen. Die gut besuchte veranstaltung im Betahaus war ein erster Aufschlag dazu. Dabei interessierte natürlich auch die Frage, welche Veränderungen nötig sind, um im digitalen Zeitalter eine Antwort auf Verletzungen des Urheberrechts zu finden. Die drängendste Frage war dabei, ob eine Modernisierung des Urheberrechts vereinbar ist mit einer Bewahrung des Schutzes der Rechte für Kreative. Kontrovers wurden Lösungsansätze wie etwa die Kulturflatrate und Warnhinweismodelle diskutiert. Es zeigte sich einmal mehr, dass UrheberInnen, NutzerInnen und LeistungsverwerterInnen sich in diesem Prozess nicht unversöhnlich gegenüberstehen sollten. Eine gute Lösung zu suchen, die allen Interessen Rechnung trägt, und vor allem den Dialog zwischen den Betroffenen zu organisieren, bleibt die Aufgabe der GRÜNEN.
Kategorie