16.05.14 –
Die geplante Abholzung von Bäumen in dem kleinen Gezi-Park in Istanbul löste im Sommer 2013 eine bis dato nie gesehene Protestwelle in der Türkei aus. "Taksim ist überall" lautete die Parole, die sich im ganzen Land verbreitete.
In seinem gleichnamigen Buch porträtiert taz-Redakteur Deniz Yücel die Protestbewegung in ihrer Vielseitigkeit. Entlang ausgewählter Schauplätze werden Menschen aus unterschiedlichen Milieus vorgestellt, die gegen Erdogans autoritären Regierungsstil aufbegehren.
Welche Ursachen haben zu der Protestbewegung geführt? Vor welchen Herausforderungen steht die Türkei heute? Welche Bedeutung haben die EU-Beitrittsverhandlungen für die Demokratisierung des Landes? Und was hat die Gezi-Bewegung den Menschen im restlichen Europa zu erzählen?
Darüber diskutierten nach einer Leseprobe der Autor Deniz Yücel und Volker Beck MdB (Bündnis 90/Die Grünen) moderiert von Berivan Aymaz, Menschenrechtlerin, grüne Stadtratskandidatin.
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Deniz Yücel befasste sich intensiv um die womöglich wichtigste politische Bewegung in Opposition zum islamfundierten Regime Recep Tayyip Erdogans.
Yücel, vor 40 Jahren in Flörsheim am Main geboren, TAZ-Journalist, zählt zu den vitalsten und debattenfreudigsten Journalisten in Deutschland. 2011 erhielt er für seine “Vuvuzela”-Kolumne in den Sondernummern der taz zur Fußball-WM in Südafrika den Kurt-Tucholsky-Preis zuerkannt
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