29.10.09 –
Am Dienstag, dem 27. Oktober 2009, hat der nun amtierende Oberbürgermeister Jürgen Roters im Rahmen des GRÜNEN Delegiertenrates den Kölner GRÜNEN für die Unterstützung im Wahlkampf gedankt und sein Programm noch einmal detailliert vorgestellt.
Die Sitzung des Delegiertenrates am 27. Oktober 2009 war wohl auch wegen des prominenten Besuches gut besucht. Obwohl viele Mandatsträger in Verhandlungen oder anderen wichtigen Besprechungen steckten, waren über 20 Mitglieder gekommen, um den neuen Oberbürgermeister Jürgen Roters zu hören, der in gewohnt unprätentiöser Weise sein Programm vorstellte. Kreisverbandsvorsitzender Stefan Peil hatte ihm dieses vorher noch einmal in einer extra Ausgabe ausgehändigt: ausgedruckt in grüner Schrift auf transparentem DIN-A4-Papier. Damit Roters nicht vergesse, dass sein Programm auch für Transparenz und grüne Inhalte stehe, so Stefan Peil.
Jürgen Roters dankte als erstes den GRÜNEN für ihren engagierten Wahlkampf, den sie für ihn als gemeinsamen OB-Kandidaten von GRÜNEN und SPD, geführt haben. „Ich erinnere mich wirklich gern an sehr schöne und einvernehmliche Momente in einem gemeinsamen Wahlkampf“, so der Oberbürgermeister. „Und nun hoffe ich, dass wir auch die Koalitionsverhandlungen erfolgreich zu Ende bringen“, fuhr er fort. Er sei optimistisch, dass es bald ein akzeptables Arbeitsprogramm für Rot-Grün in Köln geben wird.
Dass die nächsten Jahren dabei eher schwierig werden dürften, ist Jürgen Roters klar. „Ich sehe drei große Problemfelder“, sagte der OB. Das sei zum einen das Haushaltsdefizit, zum anderen seien es die Baustellen, die die CDU hinterlässt, wie der überteuerte Mietvertrag der Messe, und zum dritten sähe er in den generellen zukünftigen Entwicklungen des demographischen Wandels, der Zuwanderung von Migranten und der Klimaveränderungen enorme Herausforderungen. Doch all dem will Jürgen Roters etwas entgegensetzen: das Haushaltsdefizit zum Beispiel will er mit – auch schmerzhaften –Einsparungen ausgleichen. „Aber wir brauchen auch bessere Vorausplanungen. Es kann nicht sein, das Bauvorhaben wie das der Oper und des Schauspielhauses plötzlich viel mehr kosten als angesetzt“, so Jürgen Roters. Auch Schattenwirtschaft, Finanzverschiebungen und Steuertricks soll es mit ihm nicht geben. Bildung und Umweltschutz dagegen sind Themen, die er voran bringen will.
Fast eine Dreiviertelstunde stellte der amtierende Oberbürgermeister seine Vorstellungen, Ideen und Ansätze vor. Dann wurde diskutiert – wie immer bei den GRÜNEN sehr lebhaft.
Text und Bilder: Christiane Martin
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