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Tschüss, lieber Lino

09.09.26 –

Nach acht Jahren hat Lino seine Tätigkeit als Geschäftsführer unserer Ratsfraktion auf eigenen Wunsch und aus persönlichen Gründen beendet. Seine Entscheidung respektieren wir – auch wenn wir uns an manches erst einmal gewöhnen müssen.

Denn in der Geschäftsstelle merkt man schon jetzt, dass etwas anders ist. Es ist leiser geworden. Es fehlen Linos dynamische Schritte auf dem Flur, das Fahrrad neben dem Schreibtisch und die Gespräche zwischendurch – am Arbeitsplatz, auf dem Flur oder in der Küche. Und natürlich fehlt sein schier enzyklopädisches Wissen über Vorlagen und Anträge, gerne samt vollständiger Nummerierung im Ratsinformationssystem. Ebenso seine leidenschaftlichen Ausführungen zu Hare-Niemeyer und D’Hondt und die bemerkenswerte Fähigkeit, arithmetische Zusammenhänge zu verstehen und sie in Sekunden einzuordnen.

Acht Jahre lang hat Lino als Geschäftsführer die Arbeit unserer Fraktion entscheidend mitgeprägt. Gemeinsam mit Christiane bildete er eine verlässliche Doppelspitze – mit politischen Erfolgen und schwierigen Phasen. Er war Vorsitzender im KVB-Aufsichtsrat und setzte und setzt sich mit seiner Expertise als Vorsitzender des Mobilitätsausschusses für die Mobilitätswende ein.

Christiane sagt über diese gemeinsame Zeit: „Wir haben gemeinsam viele Krisen durchgestanden, unsere politischen Akzente gesetzt und immer wieder Kompromisse gefunden. Seit der letzten Kommunalwahl haben wir unter völlig anderen Bedingungen mit wechselnden Mehrheiten intensiv um gute Lösungen mit den demokratischen Fraktionen gerungen. Lino war für mich ein verlässlicher Partner an der Spitze unserer Fraktion. Ich freue mich, dass er uns mit seinem politischen Kompass als Ratsmitglied zunächst erhalten bleibt.“

Lino selbst blickt so auf die vergangenen Jahre: „Acht Jahre als Geschäftsführer waren für mich eine unglaublich intensive und prägende Zeit. Wir haben gemeinsam viel bewegt, oft hart gerungen und dabei immer wieder Wege gefunden, Dinge zusammenzubringen. Die Entscheidung, diese Aufgabe jetzt abzugeben, ist mir nicht leichtgefallen. Ich bin sehr dankbar für die vielen Menschen in Partei und Fraktion, mit denen ich in diesen Jahren zusammenarbeiten, diskutieren und gestalten konnte – und für das große Vertrauen, das mir dabei immer wieder entgegengebracht wurde. Dass ich acht Jahre lang an verantwortlicher Stelle grüne Politik in Köln mitgestalten und für sie streiten konnte, bedeutet mir sehr viel.“

Lieber Lino, danke für acht Jahre Geschäftsführung, für deinen Einsatz, deinen politischen Kompass, deine Energie – und für ziemlich viele Vorlagennummern, die sich außer dir vermutlich niemand merken wollte.

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Ratsfraktion | Pressemitteilung