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Veranstaltung: Auswandern statt Einwandern?

warum wir den Kampf um Köpfe verlieren - 31. Oktober in Düsseldorf

27.10.08 – von Andrea Asch



Freitag, 31. Oktober 2008
um 15.00 uhr
Landtag nrw, Raum e 3 a 02

 

warum wir den kampf um köpfe Verlieren

 

„Viele gehen, kaum jemand kommt“.

So könnte man die
Situation Deutschlands im „Wettbewerb um die Köpfe“
umschreiben. Nachdem selbst die CDU endlich zu der Einsicht
gekommen ist, dass Deutschland ein Einwanderungsland
ist, ist es keines mehr. Im Gegenteil: Gerade im Bereich
der so genannten Hochqualifizierten, aber nicht nur dort,
heißt die Devise oft „Koffer packen“ und ab in die Ferne.
Bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen werden häufig
als Grund angegeben.
Jüngere Studien belegen, dass auch hochqualifizierte, hier
geborene Migrantinnen und Migranten Deutschland den
Rücken kehren. Fehlendes Heimatgefühl, alltägliche Diskriminierung
und das Problem trotz bester Qualifikationen
keinen Arbeitsplatz zu finden sind die Hauptgründe. Nach
Angaben des Krefelder Instituts futureorg planen 38% der
gut ausgebildeten türkischen Migrantinnen und Migranten,
Deutschland zu verlassen. Der OECD Migrationsbericht beschreibt,
dass in allen anderen Ländern Einwanderung zunahm,
nur in Deutschland nicht.
Umgekehrt sorgen hohe gesetzliche Auflagen dafür, dass
Hochqualifizierte nicht ins Land kommen. Forderungen
aus der Wirtschaft nach Zuzugserleichterungen, z.B. nach
dem kanadischen Punktesystem, werden von der Politik nur
halbherzig aufgegriffen. Noch immer gilt das Primat strikter
Zuzugsbegrenzung. Noch immer wird Zuwanderung von
Teilen der Politik als schädigend für den Arbeitsmarkt verkauft.
Ein folgenschwerer Irrtum aus billigen wahltaktischen
Gründen!
Warum empfinden hier geborene Migrantinnen und Migranten
Deutschland nicht als Heimat?
Was läuft falsch im „Wettbewerb um die Köpfe“? Wie ist
die Mehrheitsgesellschaft von den Potentialen der Einwanderer
zu überzeugen? Brauchen wir Nachbesserungen beim
Antidiskriminierungsgesetz? Wie schaffen wir ein besseres
Integrationsklima?
Diesen Fragen wollen wir zusammen mit unseren Gästen
nachgehen.

 

Sylvia Löhrmann MdL, Fraktionsvorsitzende
einführung: Andrea Asch MdL, migrationspolitische Sprecherin
Wissenschaftlicher input: Prof. Dr. Klaus J. Bade, Universität Osnabrück, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien
Dipl. Soz. wiss. Kamuran Sezer, futureorg Institut Krefeld

Diskussion:

Claudia Roth, Bundesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen
Armin Laschet, Integrationsminister des Landes NRW
Prof. Dr. Klaus J. Bade, Universität Osnabrück
Dipl. Soz. wiss. Kamuran Sezer, futureorg Institut Krefeld
Anmeldung:


bitte per Mail an: andrea.asch@landtag.nrw.de
oder per Fax: 0211 - 8843505
Veranstalterin:
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag NRW
Platz des Landtag 1, 40221 Düsseldorf

Kategorie

Kreisverband