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Verkauf der Gerling-Hauptverwaltung im Friesenviertel - Grüne: „Optimale Lösung wurde erreicht“

Pressemitteilung:

Bündnis 90 / Die Grünen im Kölner Rat

Verkauf der Gerling-Hauptverwaltung im Friesenviertel 

Grüne: „Optimale Lösung wurde erreicht“

Mit der Veräußerung der gesamten Gerling-Hauptverwaltung im Friesenviertel, die zum Jahreswechsel definitiv vertraglich abgeschlossen wurde, befasste sich die Ratsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen in ihrer ersten Fraktionssitzung im Neuen Jahr.

Die Frankonia Eurobau AG erwarb das komplette 47.000 qm große Grundstück sowie das Gerling-City-Haus an der Magnusstraße. Zugleich wurde ein Mietvertrag mit HDI-Gerling-Leben über die langfristige Nutzung von 68.500 qm Nutzfläche in den in Umbau befindlichen Rheinhallen geschlossen. Bereits wie bei RTL für den Nordteil der Rheinhallen erfolgt die Vermietung über eine Sparkassentochter. Die zur Talanx-Gruppe gehörenden und in Köln verbleibenden ehemaligen Gerling-Gesellschaften werden Ende 2008 dorthin umziehen.

Die grüne Ratsfraktion begrüßte ausdrücklich das nun vorliegende Ergebnis, das nach komplizierten Verhandlungen, die von der Sparkassenspitze maßgeblich geführt und moderiert wurden, schließlich in dieser Form erfolgreich zustande kam. Die Fraktionen  waren in den letzten Monaten in den Entscheidungsprozess über die Aufsichtsgremien der Sparkasse und der GAG AG eingebunden.   

Es bieten sich nun viel versprechende Chancen, die in den letzten 50 Jahren monostrukturelle Entwicklung dieses Herzstücks des Friesenviertels zu einem lebendigen Teil der Innenstadt umzukehren. Wie bereits im Ratsauftrag an die Verwaltung skizziert soll ein Mix aus Wohnnutzungen, die ca. 50 % ausmachen sollen, Gastronomie, Geschäften, evtl. einem Hotel und Büros entstehen. Der neue Eigentümer Frankonia bringt dazu die notwendige Erfahrung mit und wird im weiteren Planungsprozess eng mit Rat und Fachverwaltung kooperieren.  

„Die Übernahme des Gerling-Komplexes durch den privaten Investor und Entwickler Frankonia ist aus unserer Sicht auch kommunalwirtschaftlich die eindeutig bessere Lösung. Als erfahrener Entwickler ist sie zudem in der Lage zukünftigen Käufern die vollständigen steuerlichen Vorteile aus Denkmalschutz zu ermöglichen. Eine Übernahme der meisten Grundstücke durch die städtische Mehrheitsbeteiligung GAG AG haben wir aufgrund der wirtschaftlichen Fakten bewusst nicht favorisiert. Das jetzige Ergebnis beweist, dass Strukturentscheidungen durch die Stadt auch dann positiv beeinflusst werden können, ohne wie in der Vergangenheit städtischen Beteiligungen zu große Risiken aufzubürden.“, fasst <link internal-link einen internen link im aktuellen>Jörg Frank, stv. Fraktionsvorsitzender, die Bewertung der Fraktion zusammen. 

„Ein Erfolg ist nicht zuletzt auch durch beharrliche kommunalpolitische Intervention, dass mit der Etablierung in den Rheinhallen ein Teil des ehemaligen Gerling-Konzerns (Leben, Asset-Management) und damit ein wesentlicher Teil der Arbeitsplätze in Köln verbleibt und so ein vollständiger Umzug nach Hannover vermieden wurde. Somit bleibt eine bedeutende Versicherung Köln erhalten und die Sparkasse konnte ihr Engagement in den Rheinhallen wirtschaftlich erfolgreich abschließen.“, erläutert Frank.

„Mit Besorgnis beobachten wir allerdings, dass zwischen Talanx-Führung und Arbeitnehmervertretern für den Bereich Industrie / Sach (GKA), die nach Hannover umsiedeln muss, immer noch keine sozialverträgliche Einigung in Sicht ist. Hier droht nach wie vor, dass zahlreiche Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze verlieren.“, so Frank abschließend.  

 

Köln, 15. Januar 2007
verantwortlich: Jörg Frank (Fraktionsgeschäftsführer)

 

Kategorie

Ratsfraktion | Stadtentwicklung | Wirtschaft & Finanzen